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Montag, Juli 09, 2007
Sonntag, Juli 08, 2007
Babel
Soso, ein philosophischer Film also. Na, mal schaun.
Der Film behandelt drei tragische Ereignisse an komplett verschiedenen Orten (San Diego, Marokko, Japan), die über kleinste Aktionen miteinander verbunden sind. Schmetterlingseffekt quasi.
Die einzelnen Handlungsstränge sind auch recht gut gemacht, aber ich frage mich allen Ernstes: Wo ist der Sinn? Warum prügelt mich der Filmmacher mit so einer Überdosis an menschlichem Leid? Um mir zu zeigen, dass das Leben auf der Welt manchmal fies ist? Na sowas, wusste ich gar nicht. Um mich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten zu verblüffen? Ne, Leid darstellen ist nicht so arg schwer. Also nur um ein kleines "hoppla"-Erlebnis in Hinsicht auf den Schmetterlingseffekt hervorzurufen?
Dann muss ich sagen: Danke, aber nein danke. Der Film erinnert mich stellenweise an Teilnehmer von Poetry Slams oder an Studenten in Anzügen: Er wäre gern so viel mehr als er wirklich ist, und er lässt sich auch nicht erklären, dass er am Ende des Tages irgendwie doch den Schuss nicht gehört hat.
4 von 10 Punkte.
Der Film behandelt drei tragische Ereignisse an komplett verschiedenen Orten (San Diego, Marokko, Japan), die über kleinste Aktionen miteinander verbunden sind. Schmetterlingseffekt quasi.
Die einzelnen Handlungsstränge sind auch recht gut gemacht, aber ich frage mich allen Ernstes: Wo ist der Sinn? Warum prügelt mich der Filmmacher mit so einer Überdosis an menschlichem Leid? Um mir zu zeigen, dass das Leben auf der Welt manchmal fies ist? Na sowas, wusste ich gar nicht. Um mich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten zu verblüffen? Ne, Leid darstellen ist nicht so arg schwer. Also nur um ein kleines "hoppla"-Erlebnis in Hinsicht auf den Schmetterlingseffekt hervorzurufen?
Dann muss ich sagen: Danke, aber nein danke. Der Film erinnert mich stellenweise an Teilnehmer von Poetry Slams oder an Studenten in Anzügen: Er wäre gern so viel mehr als er wirklich ist, und er lässt sich auch nicht erklären, dass er am Ende des Tages irgendwie doch den Schuss nicht gehört hat.
4 von 10 Punkte.
Dienstag, Juli 03, 2007
I. Schulze: 33 Augenblicke des Glücks
"Schon in seinem Debüt von 1995 weiß Ingo Schulze zu begeistern. Es enthält traumhaft schöne, zum Teil höchst fantastische Geschichten aus Sankt Petersburg. Jede dieser kurzen Geschichten ist ein "Augenblick des Glücks". Die Stadt an der Newa ist die fabelhafte Kulisse für Schulzes mit Witz und voller Poesie erzählte Fantasiestücke, die manchmal an den Romantiker E.T.A. Hoffmann erinnern, aber auch von der russischen Literatur inspiriert sind."
So fabuliert eine höchst entrückte Leserin in ihrer Amazon-Rezension über das hervorragende Buch "33 Augenblicke des Glücks" von I. Schulze.
Hört sich interessant an; schade nur, dass ich offenbar eine andere Ausgabe als die gute Frau gelesen habe, zumindest ist mir nach der fünften uninspirierten und belanglosen Geschichte die Lust an diesem Buch vergangen.
Versteht mich nicht falsch, wahrscheinlich enthält jede einzelne der Geschichten eine absolut wahre und sinnliche Aussage und unschätzbare Gefühle und ich finde sie nur nicht. Nur geht es mir hier wie mit einem nuschelnden Gesprächspartner: Nach dem fünften Mal "sprich bitte ein bisschen deutlicher" vergeht mir die Lust an dem Gespräch.
Unbestritten eignet sich das Buch jedoch als erstklassiges Masturbatorium für Literaturfeinschmecker (Bibliothek der SZ!), die bei gemeinsamen Rezensionen bei einem Glas Kräutertee mal wieder so richtig genüßlich mit der Zunge schnalzen wollen.
Keine Bewertung, da abgebrochen.
So fabuliert eine höchst entrückte Leserin in ihrer Amazon-Rezension über das hervorragende Buch "33 Augenblicke des Glücks" von I. Schulze.
Hört sich interessant an; schade nur, dass ich offenbar eine andere Ausgabe als die gute Frau gelesen habe, zumindest ist mir nach der fünften uninspirierten und belanglosen Geschichte die Lust an diesem Buch vergangen.
Versteht mich nicht falsch, wahrscheinlich enthält jede einzelne der Geschichten eine absolut wahre und sinnliche Aussage und unschätzbare Gefühle und ich finde sie nur nicht. Nur geht es mir hier wie mit einem nuschelnden Gesprächspartner: Nach dem fünften Mal "sprich bitte ein bisschen deutlicher" vergeht mir die Lust an dem Gespräch.
Unbestritten eignet sich das Buch jedoch als erstklassiges Masturbatorium für Literaturfeinschmecker (Bibliothek der SZ!), die bei gemeinsamen Rezensionen bei einem Glas Kräutertee mal wieder so richtig genüßlich mit der Zunge schnalzen wollen.
Keine Bewertung, da abgebrochen.
Samstag, Juni 30, 2007
Hot Fuzz
Zweitling der "Shaun of the Dead"-Macher. Sehr empfehlenswerte Cop-Film-Parodie, aber ich will hier nichts vorwegnehmen, um den Spaß am Film nicht zu trüben. Anschaun!
8 von 10 Punkte
8 von 10 Punkte
Just another Freitag
Auf allgemeinen Wunsch mal wieder ein paar Bilder eines ganz normalen Freitags:

Matthi konnte es schon zu Beginn nicht mehr mit ansehen. Aber es sollte noch besser kommen.

Naja, net unbedingt BESSER, aber definitiv ANDERS sollte es werden.

Schon relativ früh wurde nach Art der alten Wikinger der beidhändige Kampf geprobt...

...und der Tisch füllte sich langsam aber sicher auch pflichtbewusst mit den Leichen besiegter Feinde.
Und dann geschah es: Übermütig durch die leichten Erfolge lies sich F.H. aus LA an der Isar dazu hinreißen, die Wirtin zu verhöhnen:

"Ha, mach sie ruhig ZWEIMAL so stark!"

Eingeweihte wussten, was jetzt kommen würde... Kerstin war leider noch nie so gut mit Zahlen.

Und so ging es nach dem Genuss einiger durch ein paar Tropfen Cola kosmetisch dunkel gefärbter Gläser Rum mit Zitronensaft und der obligatorischen Casino-Mit-Dem-Telefonhörer-Verprügel-Szene

direkt lustig-beschwingt weiter.

Also eigentlich mehr zum Schreien als richtig lustig.

Huch, da ist mir doch glatt der Boden von dem Bier weggebrochen. Übermäßig schweres Bier, Materialermüdung oder doch nur wieder grober Unfug? Wer weiß.

Naja, die restlichen Bilder kommentieren sich ja eigentlich ganz gut selber.

Oder?

Schon, gell.
Matthi konnte es schon zu Beginn nicht mehr mit ansehen. Aber es sollte noch besser kommen.
Naja, net unbedingt BESSER, aber definitiv ANDERS sollte es werden.
Schon relativ früh wurde nach Art der alten Wikinger der beidhändige Kampf geprobt...
...und der Tisch füllte sich langsam aber sicher auch pflichtbewusst mit den Leichen besiegter Feinde.
Und dann geschah es: Übermütig durch die leichten Erfolge lies sich F.H. aus LA an der Isar dazu hinreißen, die Wirtin zu verhöhnen:
"Ha, mach sie ruhig ZWEIMAL so stark!"
Eingeweihte wussten, was jetzt kommen würde... Kerstin war leider noch nie so gut mit Zahlen.
Und so ging es nach dem Genuss einiger durch ein paar Tropfen Cola kosmetisch dunkel gefärbter Gläser Rum mit Zitronensaft und der obligatorischen Casino-Mit-Dem-Telefonhörer-Verprügel-Szene
direkt lustig-beschwingt weiter.
Also eigentlich mehr zum Schreien als richtig lustig.
Huch, da ist mir doch glatt der Boden von dem Bier weggebrochen. Übermäßig schweres Bier, Materialermüdung oder doch nur wieder grober Unfug? Wer weiß.
Naja, die restlichen Bilder kommentieren sich ja eigentlich ganz gut selber.
Oder?
Schon, gell.
Player One: 64
Keinen Bock, das hier nochmal zu tippen oder auch nur mit C&P rüberzuholen, also hier der Link zu meiner Amazon-Rezi:
http://www.amazon.de/64-Player-One/dp/3833402156/ref=pd_bbs_1/028-1921268-7939766?ie=UTF8&s=books&qid=1183199153&sr=8-1
Die musste da hin, damit die offenbar vom Autor selber verfasste begeisterte einzige Rezension zum Buch nicht noch mehr unbedarfte Nostalgie-Fuzzis wie mich anzieht.
Ah ja, die Wertung noch. 2 von 10 Punkte, aber wirklich einzig und allein für die Grundidee.
http://www.amazon.de/64-Player-One/dp/3833402156/ref=pd_bbs_1/028-1921268-7939766?ie=UTF8&s=books&qid=1183199153&sr=8-1
Die musste da hin, damit die offenbar vom Autor selber verfasste begeisterte einzige Rezension zum Buch nicht noch mehr unbedarfte Nostalgie-Fuzzis wie mich anzieht.
Ah ja, die Wertung noch. 2 von 10 Punkte, aber wirklich einzig und allein für die Grundidee.
B. Elton: Chart Throb
Ich muss zugeben, dass ich für den guten alten Ben Elton schon immer einen Platz in meinem Herzen reserviert hatte, mal abgesehen von seinen eher mageren Erstwerken in Romanform ("Stark"); Elton gehört außerdem neben Auster zu meinen "meistverschenkten" Büchern. Daher fand ich es auch sehr bedauerlich, dass seine letzten Bücher entweder zu gezwungen in den Gewässern eines Irvine Welsh wildern wollten ("Past Mortem") oder einfach nur gefährlich nah an der Grenze zur Belanglosigkeit dahinvegetierten ("The First Casualty"). Wo waren die superbissigen Realsatiren wie "Popcorn" oder "Dead Famous" geblieben?
Und meine Gebete wurden erhört. In "Chart Throb" nimmt sich Elton den "Talent"-Shows à la "Deutschland sucht den Superstar" an (Ja, liebe Kinder, das Schema "Jury aus 'Fachmann', 'originelle Person' und 'fieser aber lustiger Kerl'" hat nicht erst der liebe Herr Bohlen erfunden), und es zeigt sich, dass der zweifellos extrem talentierte Elton nur ein griffiges Thema braucht, um komplett zu explodieren.
Selten, ganz selten, habe ich ein Buch gelesen, das mich dermaßen unterhalten hat. Ben Elton zieht ein riesiges Aufgebot an unglaublichen Charakteren aus dem Hut, lässt sie den Prozess der Casting-Show von Anfang bis Ende durchschreiten, jongliert mit einem Bündel Handlungen und Nebenhandlungen und zeigt dabei beinahe nebenbei die Abgründe hinter diesem öffentlichen Auspeitschen künstlich hochgezüchteter Egos.
Ein Wort: grandios. Würde es dieses Buch schon auf Deutsch geben, ich würde wahrscheinlich wieder eine Verleih-Aktion wie mit Steppenwolf starten (Flo: Lies es endlich oder gib's zurück). So bleibt nur zu hoffen, dass eine Übersetzung baldmöglichst folgt.
10 von 10 Punkte. Keine Diskussionen; hey, sogar der Schluss ist halbwegs gut gelungen, und von sowas träumt man doch heute schon gar nicht mehr.
Und meine Gebete wurden erhört. In "Chart Throb" nimmt sich Elton den "Talent"-Shows à la "Deutschland sucht den Superstar" an (Ja, liebe Kinder, das Schema "Jury aus 'Fachmann', 'originelle Person' und 'fieser aber lustiger Kerl'" hat nicht erst der liebe Herr Bohlen erfunden), und es zeigt sich, dass der zweifellos extrem talentierte Elton nur ein griffiges Thema braucht, um komplett zu explodieren.
Selten, ganz selten, habe ich ein Buch gelesen, das mich dermaßen unterhalten hat. Ben Elton zieht ein riesiges Aufgebot an unglaublichen Charakteren aus dem Hut, lässt sie den Prozess der Casting-Show von Anfang bis Ende durchschreiten, jongliert mit einem Bündel Handlungen und Nebenhandlungen und zeigt dabei beinahe nebenbei die Abgründe hinter diesem öffentlichen Auspeitschen künstlich hochgezüchteter Egos.
Ein Wort: grandios. Würde es dieses Buch schon auf Deutsch geben, ich würde wahrscheinlich wieder eine Verleih-Aktion wie mit Steppenwolf starten (Flo: Lies es endlich oder gib's zurück). So bleibt nur zu hoffen, dass eine Übersetzung baldmöglichst folgt.
10 von 10 Punkte. Keine Diskussionen; hey, sogar der Schluss ist halbwegs gut gelungen, und von sowas träumt man doch heute schon gar nicht mehr.
Donnerstag, Juni 14, 2007
S. Lenz: Deutschstunde
"Deutschstunde" ist ein passender Titel für dieses Buch, das die meisten wohl entweder aus dem Deutschunterricht oder eben gar nicht kennen. Naja, Bibliothek der SZ macht es möglich: Ich kenn's nun auch, und das unabhängig von der Schule.
Nachkriegsliteratur ist ein sehr heikles Thema für mich... sicherlich war sie zu ihrer Zeit wichtig, um das Thema in der Öffentlichkeit, aber mehr noch für die Schrifsteller persönlich zu behandeln. Und so war ich auch lange Zeit der Meinung, dass das Verfassen von Nachkriegsliteratur zwar sicher wichtig und wertvoll, das Lesen aber absolut unnötig ist. Und dieser Ansicht bin ich auch heute noch zum Großteil.
Sehr grob umrissen geht es in "Deutschstunde" um fanatische Pflichterfüllung und blinden Gehorsam, jedoch bietet das handwerklich übrigens phantastisch gestaltete Buch noch weitere Ebenen. Der Traum eines jeden Deutschlehrers: Verschiedene Handlungsstränge, klar definierte Charaktere, Bezüge zum Zeitgeschehen... alles bietet sich förmlich für eine Zerklaubung und Zerkauung an.
Stilistisch und auch vom Handlungsort (norddeutsche Küste) ähnelt das Buch der "Danziger Trilogie" von Grass, dem Juwel, das der Künstler vor seinem Abdriften in aufgesetzten Hypersymbolismus der Welt geschenkt hat. "Deutschstunde" überrascht mit einer sehr flüssigen Schreibe, sanften humoristischen Einladen und einer trotz des relativ wuchtigen Umfangs des Buchs doch recht gestrafften Handlung.
Empfehlenswert? Für den Leser von heute wohl nur noch bedingt. Wer jedoch die Zeit und Muse mitbringt, sich durch die rund 500 Seiten zu fressen, und dabei ohne großes Kino auskommen kann, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
7 von 10 Punkte
Nachkriegsliteratur ist ein sehr heikles Thema für mich... sicherlich war sie zu ihrer Zeit wichtig, um das Thema in der Öffentlichkeit, aber mehr noch für die Schrifsteller persönlich zu behandeln. Und so war ich auch lange Zeit der Meinung, dass das Verfassen von Nachkriegsliteratur zwar sicher wichtig und wertvoll, das Lesen aber absolut unnötig ist. Und dieser Ansicht bin ich auch heute noch zum Großteil.
Sehr grob umrissen geht es in "Deutschstunde" um fanatische Pflichterfüllung und blinden Gehorsam, jedoch bietet das handwerklich übrigens phantastisch gestaltete Buch noch weitere Ebenen. Der Traum eines jeden Deutschlehrers: Verschiedene Handlungsstränge, klar definierte Charaktere, Bezüge zum Zeitgeschehen... alles bietet sich förmlich für eine Zerklaubung und Zerkauung an.
Stilistisch und auch vom Handlungsort (norddeutsche Küste) ähnelt das Buch der "Danziger Trilogie" von Grass, dem Juwel, das der Künstler vor seinem Abdriften in aufgesetzten Hypersymbolismus der Welt geschenkt hat. "Deutschstunde" überrascht mit einer sehr flüssigen Schreibe, sanften humoristischen Einladen und einer trotz des relativ wuchtigen Umfangs des Buchs doch recht gestrafften Handlung.
Empfehlenswert? Für den Leser von heute wohl nur noch bedingt. Wer jedoch die Zeit und Muse mitbringt, sich durch die rund 500 Seiten zu fressen, und dabei ohne großes Kino auskommen kann, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
7 von 10 Punkte
Donnerstag, Juni 07, 2007
Casablanca
Ein Klassiker? Muss man gesehen haben? Ich schau dir in die Augen, Kleines?
Erstaunlicherweise überzeugt der Film tatsächlich auch heute noch auf ganzer Linie. Wo Romantik-Schmonzetten heutzutage größtenteils eineinhalb Stunden seichtes Wohlfühlgesabber bieten, liefert Casablanca bissige, teilweise in Anti-Nazi-Propaganda abdriftende und handwerklich absolut überzeugende Kinokunst.
Der Film "stimmt" einfach an allen Ecken und Enden, mit hervorragendem Tempo und herrlich unverkrampft.
9 von 10 Punkte, und mehr werde ich mein Leben lang für keine Romanze mehr vergeben. Garantiert.
Erstaunlicherweise überzeugt der Film tatsächlich auch heute noch auf ganzer Linie. Wo Romantik-Schmonzetten heutzutage größtenteils eineinhalb Stunden seichtes Wohlfühlgesabber bieten, liefert Casablanca bissige, teilweise in Anti-Nazi-Propaganda abdriftende und handwerklich absolut überzeugende Kinokunst.
Der Film "stimmt" einfach an allen Ecken und Enden, mit hervorragendem Tempo und herrlich unverkrampft.
9 von 10 Punkte, und mehr werde ich mein Leben lang für keine Romanze mehr vergeben. Garantiert.
Mittwoch, Juni 06, 2007
Fluch der Karibik 3
Der dritte Teil bietet so ziemlich genau dasselbe wie der zweite: rund 150 Minuten gute bis hervorragende Einzelszenen, die manchmal, aber nicht immer, durch einen hauchdünnen roten Faden verbunden sind.
Schauspielerische Leistungen sind Mangelware, werden aber für den Film auch gar nicht groß benötigt. Einzig Depp, der einzige wirkliche Schauspieler im Film, ist mit Leib und Seele bei der Sache, aber für einen Charakter wie Sparrow braucht's halt auch keinen wirklichen schauspielerischen Kraftakt. Die beiden stets akkurat geschminkten Bloom und Silikonlippchen Knightley werden hingegen sogar vom äußerst unterhaltsamen Affen an die Wand gespielt.
Der Soundtrack ist noch recht gut, ja.
Lohnt der Film also? Ich würde sagen ja, allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass der Begriff "Story" mit diesem Machwerk nur im allerentferntesten zu tun hat. Mir persönlich sind keine Längen aufgefallen, und ich fühlte mich über die gesamte Länge des Films gut unterhalten; außerdem ist der Schluss wahrlich fulminant und enthält zudem die wohl beste Hochzeit der jüngeren Filmgeschichte. Allerdings leidet der Film unter dem von mir definierten Syndrom "Entendusche", sprich: Er gleitet vom Zuschauer ab wie Wasser von einer Ente. Auch wenn man gut unterhalten war, kann man sich schon ein paar Stunden später kaum mehr an Einzelheiten erinnern.
Ich würde mal sagen 7 von 10 Punkte, weil ich im Innersten großer Piratenfan bin und die Erfolgszutaten Rum, Augenklappen und Affen vorhanden waren.
Schauspielerische Leistungen sind Mangelware, werden aber für den Film auch gar nicht groß benötigt. Einzig Depp, der einzige wirkliche Schauspieler im Film, ist mit Leib und Seele bei der Sache, aber für einen Charakter wie Sparrow braucht's halt auch keinen wirklichen schauspielerischen Kraftakt. Die beiden stets akkurat geschminkten Bloom und Silikonlippchen Knightley werden hingegen sogar vom äußerst unterhaltsamen Affen an die Wand gespielt.
Der Soundtrack ist noch recht gut, ja.
Lohnt der Film also? Ich würde sagen ja, allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass der Begriff "Story" mit diesem Machwerk nur im allerentferntesten zu tun hat. Mir persönlich sind keine Längen aufgefallen, und ich fühlte mich über die gesamte Länge des Films gut unterhalten; außerdem ist der Schluss wahrlich fulminant und enthält zudem die wohl beste Hochzeit der jüngeren Filmgeschichte. Allerdings leidet der Film unter dem von mir definierten Syndrom "Entendusche", sprich: Er gleitet vom Zuschauer ab wie Wasser von einer Ente. Auch wenn man gut unterhalten war, kann man sich schon ein paar Stunden später kaum mehr an Einzelheiten erinnern.
Ich würde mal sagen 7 von 10 Punkte, weil ich im Innersten großer Piratenfan bin und die Erfolgszutaten Rum, Augenklappen und Affen vorhanden waren.
Gedanken zur Kinovorschau
Stirb langsam 4.0: Der dritte Teil war beschissen, warum freut sich plötzlich jeder auf den vierten?
Lissy und der wild Kaiser: OK, der Gag ist dass alle so lustig österreichisch reden... gibt's noch nen zweiten Gag oder war's das schon?
Ratatouille: Ein Pixar-Film mit Tieren. Endlich.
Harry Potter 4? 5? Wie weit sind wir mittlerweile? Die Welt freut sich auf einen weiteren Meilenstein der perfekt gemachten aber komplett seelenlosen Filmkunst. Rebellion! Woot!
Lissy und der wild Kaiser: OK, der Gag ist dass alle so lustig österreichisch reden... gibt's noch nen zweiten Gag oder war's das schon?
Ratatouille: Ein Pixar-Film mit Tieren. Endlich.
Harry Potter 4? 5? Wie weit sind wir mittlerweile? Die Welt freut sich auf einen weiteren Meilenstein der perfekt gemachten aber komplett seelenlosen Filmkunst. Rebellion! Woot!
Dienstag, Juni 05, 2007
M. Albom: Tuesdays with Morrie
Der Erstling des "the five people you meet in heaven"-Autors und basierend auf dem bzw. eine genau Wiedergabe eines realen Ereignisses, nämlich des langsamen Dahinsiechens seines totkranken ehemaligen Professors und den abschließenden 14 Gesprächen (immer dienstags) über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
Natürlich erlegt man sich durch die Erzählung wirklich stattgefundener Ereignisse immer ein gewisses Korsett an; hinzu kommt, dass der Schreibstil des Sportjournalisten in seinem Erstling im Vergleich zu "tfpymih" noch relativ unspektakulär wirkt. Und so liest man sich Kapitel für Kapitel durch dieses Buch, schmunzelt mitunter, schluckt bei traurigen Passagen gemäß der Intention des Autors hart, aber irgendwie denkt man sich doch ständig: "Ja ok, man soll seine Mitmenschen lieben und nicht zum Sklaven des Kapitals mutieren, aber... das wusste ich doch schon vorher?".
Wenn man die auf dem Buchrücken platzierten Loblieder auf das Buch liest, rechnet man mit einer Offenbarung auf dem Gebiet der Menschlichkeit und Inspiration. Und vielleicht wirkt dieses Buch auf den Durchschnittsamerikaner ja auch in hohem Maße augenöffnend. Allerdings gehe ich davon aus, dass die meisten Leute in meinem persönlichen Umfeld (ich allen voran) und damit auch die Leser dieses Blogs schon erwachsen genug sind, dass sie eine Predigt in Sachen Gutmenschentum nicht wirklich nötig haben. Wie gesagt, die meisten; allerdings gehe ich bei den anderen davon aus, dass auch ein Buch wie dieses nix dran ändern kann. Für die ist Geld und Erfolg dann eben geil und das Endziel. Sollen sie damit glücklich werden.
Wer dringend nen literarischen "Hossa!"-Appell an seine eigene Menschlichkeit oder einfach mal ein paar Gedankenanstöße bezüglich seiner Prioritäten braucht soll hier zugreifen. Der Verfasser erwähnt, dass durch den Vorschuss des Buchs die immensen Arztkosten des sterbenden Professors gedeckt wurden, und dadurch hat das Buch ja zumindest schonmal einen Zweck erfüllt.
6 von 10 Punkte.
Natürlich erlegt man sich durch die Erzählung wirklich stattgefundener Ereignisse immer ein gewisses Korsett an; hinzu kommt, dass der Schreibstil des Sportjournalisten in seinem Erstling im Vergleich zu "tfpymih" noch relativ unspektakulär wirkt. Und so liest man sich Kapitel für Kapitel durch dieses Buch, schmunzelt mitunter, schluckt bei traurigen Passagen gemäß der Intention des Autors hart, aber irgendwie denkt man sich doch ständig: "Ja ok, man soll seine Mitmenschen lieben und nicht zum Sklaven des Kapitals mutieren, aber... das wusste ich doch schon vorher?".
Wenn man die auf dem Buchrücken platzierten Loblieder auf das Buch liest, rechnet man mit einer Offenbarung auf dem Gebiet der Menschlichkeit und Inspiration. Und vielleicht wirkt dieses Buch auf den Durchschnittsamerikaner ja auch in hohem Maße augenöffnend. Allerdings gehe ich davon aus, dass die meisten Leute in meinem persönlichen Umfeld (ich allen voran) und damit auch die Leser dieses Blogs schon erwachsen genug sind, dass sie eine Predigt in Sachen Gutmenschentum nicht wirklich nötig haben. Wie gesagt, die meisten; allerdings gehe ich bei den anderen davon aus, dass auch ein Buch wie dieses nix dran ändern kann. Für die ist Geld und Erfolg dann eben geil und das Endziel. Sollen sie damit glücklich werden.
Wer dringend nen literarischen "Hossa!"-Appell an seine eigene Menschlichkeit oder einfach mal ein paar Gedankenanstöße bezüglich seiner Prioritäten braucht soll hier zugreifen. Der Verfasser erwähnt, dass durch den Vorschuss des Buchs die immensen Arztkosten des sterbenden Professors gedeckt wurden, und dadurch hat das Buch ja zumindest schonmal einen Zweck erfüllt.
6 von 10 Punkte.
Samstag, Juni 02, 2007
Eine gute Kamera...
Das Parfum: Die Geschichte eines Mörders
Im Sport gibt es oft die tragischsten Geschehnisse zu betrauern, beispielsweise wenn ein Stürmer eine geniale Vorlage unglücklich erwischt oder einfach total dämlich versemmelt.
Im Falle dieses Films war die Vorlage ein absolutes Meisterwerk. Und gottlob enttäuscht die Umsetzung zu keinem Zeitpunkt. Der Film musste keine finanziellen Mängel leiden, und das lässt er auch deutlich spüren. Handwerklich ist alles im Lot, und die Schauspieler geben sich ebenfalls keine Blöße. Einzig die ab und an penetrante Schonunglosigkeit und Derbheit gehen stellenweise ein bissl auf den Senkel, aber das kann man wohl unter "Stilmittel" abheften.
Endlich mal wieder ein Film, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich auch vor stellenweise unangeneh berührenden Szenen nicht Halt macht; nicht immer angenehm für den Zuschauer, aber durchaus dem Buch würdig. Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre.
9 von 10 Punkte
Im Falle dieses Films war die Vorlage ein absolutes Meisterwerk. Und gottlob enttäuscht die Umsetzung zu keinem Zeitpunkt. Der Film musste keine finanziellen Mängel leiden, und das lässt er auch deutlich spüren. Handwerklich ist alles im Lot, und die Schauspieler geben sich ebenfalls keine Blöße. Einzig die ab und an penetrante Schonunglosigkeit und Derbheit gehen stellenweise ein bissl auf den Senkel, aber das kann man wohl unter "Stilmittel" abheften.
Endlich mal wieder ein Film, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich auch vor stellenweise unangeneh berührenden Szenen nicht Halt macht; nicht immer angenehm für den Zuschauer, aber durchaus dem Buch würdig. Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre.
9 von 10 Punkte
Mittwoch, Mai 30, 2007
M. Haddon: The Curious Incident of the Dog in the Night-Time
Ein Buch über einen Fünfzehnjährigen mit Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus#Asperger-Syndrom), verpackt in eine eher nebensächliche Handlung, über die hier auch nix verraten werden soll.
Der Roman ist beeindruckend aus der Sicht des Jungendlichen formuliert und macht seine Probleme beim Kontakt mit seiner Außenwelt deutlich; oft hat man sogar den Eindruck, es hier mit einem mathematisch hochbegabten Kind zu tun zu haben (lustigerweise fing diese Besprechung sogar mit den Worten "Ein Buch über ein Kind mit Asperger-Syndrom" an, bis mir einfiel, dass Christopher ja gar kein Kind mehr ist).
Bei aller Sympathie für die Intention des Buchs und bei allem Respekt für die äußerst gelungene und beeindruckende Umsetzung kann ich leider nicht allzu viel mit diesem Buch anfangen. Ich wünschte ich könnte, und vielleicht hat auch die Tatsache damit zu tun, dass ich es vor, während und kurz nach dem Besuch des Sundown-Festivals ein wenig deplaziert gelesen habe, aber irgendwie hat mich die Geschichte nur periphär berührt.
Sicher net schlecht, aber net meins.
5 von 10 Punkte
Der Roman ist beeindruckend aus der Sicht des Jungendlichen formuliert und macht seine Probleme beim Kontakt mit seiner Außenwelt deutlich; oft hat man sogar den Eindruck, es hier mit einem mathematisch hochbegabten Kind zu tun zu haben (lustigerweise fing diese Besprechung sogar mit den Worten "Ein Buch über ein Kind mit Asperger-Syndrom" an, bis mir einfiel, dass Christopher ja gar kein Kind mehr ist).
Bei aller Sympathie für die Intention des Buchs und bei allem Respekt für die äußerst gelungene und beeindruckende Umsetzung kann ich leider nicht allzu viel mit diesem Buch anfangen. Ich wünschte ich könnte, und vielleicht hat auch die Tatsache damit zu tun, dass ich es vor, während und kurz nach dem Besuch des Sundown-Festivals ein wenig deplaziert gelesen habe, aber irgendwie hat mich die Geschichte nur periphär berührt.
Sicher net schlecht, aber net meins.
5 von 10 Punkte
Dienstag, Mai 22, 2007
Nachts im Museum
"Lass uns nen Kinofilm machen, wir haben ein riesiges Budget"
"Au ja"
So oder so ähnlich beginnt wohl die Entstehung so manches Films. Und im schlimmsten Fall endet sie dann mit nem Film wie "Nachts im Museum".
Man nehme: Nen dicken Eimer voller Special Effects, ne Handvoll bekannter Gesichter als "Star"gäste (Höhepunkt: Ricky Gervais, Tiefpunkt: der unsägliche Owen Wilson), und fertig ist der Filmhit. Ein paar (mehr oder weniger hirn-)lose und (mehr oder weniger) unterhaltsame CGI-Sequenzen bunt aneinandergestückelt und durch ein Drehbuch miteinander verbunden.
Und genau an dem Punkt kackt der Film spektakulär ab. Effektfilme? Bitte, von mir aus, aber dann zumindest ein Drehbuch, das nicht durch seine fast schon bombastische Blödheit und eine Extraportion schleimigsten Kitsch die Intelligenz seiner Zuschauer beleidigt. Man spürt fast an der steigenden körperlichen Übelkeit, an welcher Stelle die ursprüngliche Idee des Films (Museum erwacht zum Leben) nicht mehr ausgereicht hat und ne "Story" hermusste. Da wird dann auf der nach oben offenen Gangschaltung der Debilität einfach mal lässig ein paar Gänge hochgeschaltet.
Der Film erinnert in seiner Gesamtheit an eine Hommage an die Hits der 80er Jahre wie Gremlins oder Ghost Busters, dessen Drehbuch von einem sehr beeindruckten aber leider geistig leicht zurückgebliebenen Achtjährigen geschrieben wurde. Drei Wochen lang jeden Tag in der großen Pause.
Tolle Effekte. Ganz übler Film.
2 von 10 Punkte
"Au ja"
So oder so ähnlich beginnt wohl die Entstehung so manches Films. Und im schlimmsten Fall endet sie dann mit nem Film wie "Nachts im Museum".
Man nehme: Nen dicken Eimer voller Special Effects, ne Handvoll bekannter Gesichter als "Star"gäste (Höhepunkt: Ricky Gervais, Tiefpunkt: der unsägliche Owen Wilson), und fertig ist der Filmhit. Ein paar (mehr oder weniger hirn-)lose und (mehr oder weniger) unterhaltsame CGI-Sequenzen bunt aneinandergestückelt und durch ein Drehbuch miteinander verbunden.
Und genau an dem Punkt kackt der Film spektakulär ab. Effektfilme? Bitte, von mir aus, aber dann zumindest ein Drehbuch, das nicht durch seine fast schon bombastische Blödheit und eine Extraportion schleimigsten Kitsch die Intelligenz seiner Zuschauer beleidigt. Man spürt fast an der steigenden körperlichen Übelkeit, an welcher Stelle die ursprüngliche Idee des Films (Museum erwacht zum Leben) nicht mehr ausgereicht hat und ne "Story" hermusste. Da wird dann auf der nach oben offenen Gangschaltung der Debilität einfach mal lässig ein paar Gänge hochgeschaltet.
Der Film erinnert in seiner Gesamtheit an eine Hommage an die Hits der 80er Jahre wie Gremlins oder Ghost Busters, dessen Drehbuch von einem sehr beeindruckten aber leider geistig leicht zurückgebliebenen Achtjährigen geschrieben wurde. Drei Wochen lang jeden Tag in der großen Pause.
Tolle Effekte. Ganz übler Film.
2 von 10 Punkte
Mittwoch, Mai 16, 2007
Pans Labyrinth
Der Zweitling von Guillermo del Toro ist ebenso schwer eindeutig einem Genre zuzuordnen wie sein Erstwerk "The Devil's Backbone"; wo letzterer eine Mischung aus Zweiter-Weltkriegs-Drama und Horror ist, überzeugt ersterer durch eine Melange aus Zweiter-Weltkriegs-Drama und Fantasy, gottlob ohne Elfen, Zwerge und Hobbits.
Was kann man groß über den Film sagen, ohne einen Teil der Geschichte vorwegzunehmen? Sowohl handwerklich (tolle Blenden, großartige und vor allem unaufdringliche Special Effects, schöne Farben, solide Schauspieler) als auch storytechnisch kann man nicht meckern, das Tempo ist gut gewählt und die Erzählweise angenehm un-hollywoody.
Empfehlenswert? Auf jeden Fall, auch wenn die Gewalt an ein paar Stellen vielleicht ein wenig überzogen und der Film vielen vielleicht ein wenig zu unspektakulär ist. Wie halt "The Devil's Backbone" auch schon.
8 von 10 Punkte.
Was kann man groß über den Film sagen, ohne einen Teil der Geschichte vorwegzunehmen? Sowohl handwerklich (tolle Blenden, großartige und vor allem unaufdringliche Special Effects, schöne Farben, solide Schauspieler) als auch storytechnisch kann man nicht meckern, das Tempo ist gut gewählt und die Erzählweise angenehm un-hollywoody.
Empfehlenswert? Auf jeden Fall, auch wenn die Gewalt an ein paar Stellen vielleicht ein wenig überzogen und der Film vielen vielleicht ein wenig zu unspektakulär ist. Wie halt "The Devil's Backbone" auch schon.
8 von 10 Punkte.
Dienstag, Mai 08, 2007
Spider-Man 3
Eins vorweg: Ich war als Kind und auch lange noch als Jugendlicher und junger Erwachsener gieriger Verschlinger aller möglichen Comics und bin daher natürlich gegenüber Verfilmungen meiner alten Idole zugegeben ein wenig anfällig. Meine Meinung ist in diesen Fällen also nicht so umfassend allgemeingültig wie gewohnt ;)
So ist es denn auch kein Wunder, dass mir die beiden ersten Spideys enorm gut gefallen hatten und mich auch der dritte Teil beinahe restlos begeistern konnte. Die Actionsequenzen stehen komplett über jeglicher Kritik (ok, vielleicht ein wenig hektisch mitunter, aber eigentlich immer nachvollziehbar), die Charaktere zeigen Gefühle (auch wenn der "fiese" Spidey ein wenig arg überzogen gespielt wurde -> Szene in der Jazz-Bar, aber sonst merkt Otto Normalfilmschauer wohl net, dass er sich anders als vorher verhält. Daher wohl auch die Emo-Tolle), und die Storyline der Comics wurde fein umgesetzt.
Einzig das Balrog-Gekreische von Venom war unnötig wie ein Kropf und ergab zusammen mit "Spidey-alias-Maguire greift wie Frodo-alias-Wood in Zeitlupe nach einem fliegenden Ring" eine komische HdR-Hommage.
Ahja, und für "Spidey vor US-Flagge" noch nen halben Punkt Abzug. So nen Dreck könnt Ihr euch getrost sparen, liebe Filmemacher.
8 von 10 Punkte.
So ist es denn auch kein Wunder, dass mir die beiden ersten Spideys enorm gut gefallen hatten und mich auch der dritte Teil beinahe restlos begeistern konnte. Die Actionsequenzen stehen komplett über jeglicher Kritik (ok, vielleicht ein wenig hektisch mitunter, aber eigentlich immer nachvollziehbar), die Charaktere zeigen Gefühle (auch wenn der "fiese" Spidey ein wenig arg überzogen gespielt wurde -> Szene in der Jazz-Bar, aber sonst merkt Otto Normalfilmschauer wohl net, dass er sich anders als vorher verhält. Daher wohl auch die Emo-Tolle), und die Storyline der Comics wurde fein umgesetzt.
Einzig das Balrog-Gekreische von Venom war unnötig wie ein Kropf und ergab zusammen mit "Spidey-alias-Maguire greift wie Frodo-alias-Wood in Zeitlupe nach einem fliegenden Ring" eine komische HdR-Hommage.
Ahja, und für "Spidey vor US-Flagge" noch nen halben Punkt Abzug. So nen Dreck könnt Ihr euch getrost sparen, liebe Filmemacher.
8 von 10 Punkte.
Sonntag, Mai 06, 2007
Scheiß-Kapelle
Boppin' B luden in der Kaserne zum Tanz, und alle coolen Landshuter folgten dem Ruf:
Chefin und ich
Schwesterherz und Schwager
und noch ein paar mehr.
Die Band bot ein lustiges Potpourri aus Coversongs und Eigenkompositionen (denk ich mir zumindest, weil ich ein paar Lieder nicht kannte) in einer bunten Mischung aus Bebop, Rock'n'Roll, *abilly und Ska (pfui Deibel), war handwerklich natürlich unglaublich sattelfest (20 Jahre Erfahrung) und veranstaltete auf der Bühne allerhand Spektakel:
Ja, der Gitarrist steht auf dem Bass.
Ja, der Gitarrist steht auf den anderen beiden Jungs.
Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Abend für alle Beteiligten: Die Band hatte dick Spaß in den Backen und wirkte hochmotiviert und auch das Publikum taute recht schnell auf und heizte die Kaserne. Leider ist für mich persönlich die musikalische Richtung nicht unbedingt abendfüllend; irgendwie fehlt mir der letzte Kick und der entscheidende Teil Agression, Dreck, Rotz und vor allem schreddernde GITARREN... die Rhytmusfraktion und allem voran der Slap-Bass fressen die anderen Instrumente, insbesondere die Gitarre, fast restlos auf. Liegt net an der Band, sondern eben an der Musikrichtung, und muss auch nix schlechtes sein, aber ich mag halt meine Gitarren, und bei allem Schweiß und dicken Posen fehlt der Band die gewisse Portion Räudigkeit, die für mich ein Konzert zum Erlebnis macht.
Ergo: Ich war gut unterhalten, aber nicht so hin und weg wie der Rest der Meute.
Und noch was: 18 Euro für ein Konzert in Landshut ohne Vorband ist fast schon ein wenig frech... für das Geld gab's Supersuckers plus Vorband in München.
Samstag, Mai 05, 2007
Ich bin sehr selten.
Your Personality is Very Rare (ESTP) |
Your personality type is dominant, driven, poised, and self-aware. Only about 5% of all people have your personality, including 3% of all women and 6% of all men You are Extroverted, Sensing, Thinking, and Perceiving. |
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