Überdurchschnittlicher Actionthriller mit einer fast schon lachhaft holprigen Selbstsynchronisierung von Frau Potente.
Ende.
6 von 10 Punkte
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Sonntag, September 30, 2007
Samstag, September 29, 2007
K. Ishiguro: Never Let Me Go
Irgendwie weiß ich nicht, was ich von diesem Ishiguro halten soll: Erst legt er mit "Remains of the Day" ein beeindruckendes, ruhiges Büchlein vor, dann haut er mit "The Unconsoled" einen absolut kafkaesken, wirren Megaschinken raus, und jetzt "Never Let Me Go", eine Geschichte über Klone, deren einziger Lebenszweck es ist, als Ersatzteillager für Organspenden heranzuwachsen.
Und was macht er daraus? Eine finstere Science-Fiction-Mär? Vielleicht eine weitere angsterfüllte Hommage an Kafka?
Weit gefehlt. Das Buch quillt nur so über vor Herzblut, echten Gefühlen und dem überbordenen Talent des Autors. Und irgendwo am Rand schwebt ein ganz kleiner, aber nie direkter ethischer Zeigefinger.
Absolut empfehlenswert. Für mich das Buch des Jahres.
10 von 10 Punkte.
Und was macht er daraus? Eine finstere Science-Fiction-Mär? Vielleicht eine weitere angsterfüllte Hommage an Kafka?
Weit gefehlt. Das Buch quillt nur so über vor Herzblut, echten Gefühlen und dem überbordenen Talent des Autors. Und irgendwo am Rand schwebt ein ganz kleiner, aber nie direkter ethischer Zeigefinger.
Absolut empfehlenswert. Für mich das Buch des Jahres.
10 von 10 Punkte.
Donnerstag, September 13, 2007
Die Polizei, heute: Bayern
Grad bei der Heimfahrt vom IKEA bei München in ne Polizeikontrolle geraten und schön von der Autobahn in den nahe gelegenen Rastplatz Marke Blaulicht gewunken worden.
"Hatten Sie schon einmal Probleme mit der Polizei? Sie sehen so jugendkulturmäßig aus, schon einmal Drogen genommen?"
Jugendkulturmäßig, soso... da mir der gute Mann nicht so aussah, als ob er solche vielsilbigen Wörter regelmäßig aus dem FF abfeuern würde, gehe ich mal davon aus, dass die Polizei in Bayern ihre Mitarbeiter tatsächlich dazu anhält, Leute mit einem der "Jugendkultur" zuzuordnenden Aussehen verstärkt von der Autobahn zu holen.
Denn, wie der Beamte so schön gesagt hat, "nach irgendwas müssen wir uns ja richten". Und im Bereich München auf der Autobahn nach Dränglern zu suchen wär ja auch albern.
"Hatten Sie schon einmal Probleme mit der Polizei? Sie sehen so jugendkulturmäßig aus, schon einmal Drogen genommen?"
Jugendkulturmäßig, soso... da mir der gute Mann nicht so aussah, als ob er solche vielsilbigen Wörter regelmäßig aus dem FF abfeuern würde, gehe ich mal davon aus, dass die Polizei in Bayern ihre Mitarbeiter tatsächlich dazu anhält, Leute mit einem der "Jugendkultur" zuzuordnenden Aussehen verstärkt von der Autobahn zu holen.
Denn, wie der Beamte so schön gesagt hat, "nach irgendwas müssen wir uns ja richten". Und im Bereich München auf der Autobahn nach Dränglern zu suchen wär ja auch albern.
Freitag, August 31, 2007
Paul Auster: Travels in the Scriptorium
Ach, was hab ich mich gefreut, dass Herr Auster scheinbar aus seinen Fehlern gelernt hat: Sein neuestes Büchlein umfasst gerade mal ein bisschen mehr als 100 Seiten. Vorbei also die ewigen Verzettelungen weg von den zweifelsohne genialen Einfällen und die Verstrickung in unzählige Nebenschauplätze, die ebenso zweifelsohne ebenfalls genial sind, sich aber irgendwie nie zu einer Geschichte fügen?
Leider nein. Auster beweist, dass er es auch auf begrenztem Raum schafft, seine Grundidee anfangs lose im Auge zu behalten und sie auch immer irgendwie mit durch die Geschichte zu schleifen, nur um dann abermals, und das ist auch sein in meinen Augen größter Fehler, diese mit einem in keinster Weise zufriedenstellenden Schluss zu beenden.
In diesem Sinne also leider wieder ein typischer Auster, was umso tragischer ist, da der Autor über eine unvergleichliche Erzählstimme verfügt und in der Vergangenheit durchaus bewiesen hat, dass er es besser kann (-> American Trilogy, Timbuktu, The Music of Chance).
6 von 10 Punkte.
Leider nein. Auster beweist, dass er es auch auf begrenztem Raum schafft, seine Grundidee anfangs lose im Auge zu behalten und sie auch immer irgendwie mit durch die Geschichte zu schleifen, nur um dann abermals, und das ist auch sein in meinen Augen größter Fehler, diese mit einem in keinster Weise zufriedenstellenden Schluss zu beenden.
In diesem Sinne also leider wieder ein typischer Auster, was umso tragischer ist, da der Autor über eine unvergleichliche Erzählstimme verfügt und in der Vergangenheit durchaus bewiesen hat, dass er es besser kann (-> American Trilogy, Timbuktu, The Music of Chance).
6 von 10 Punkte.
Montag, August 20, 2007
Neues vom Wixxer
Hier also wie erwartet der zweite Teil des immensen Überraschungserfolges "Der Wixxer". Und was soll man sagen, Herr Kalkofe weiß, wie man unterhält. Zum einen klaut er geschickt von den "Nackte Kanone"-Filmen (absurde Gesprächsfetzen, trotteliger Polizeichef), zum anderen hat er einfach mehr Talent im kleinen Finger als die abscheuliche neue Garde der deutschen Comedy-"Stars".
Stellenweise gerät der Film in Gefahr, zur bloßen Gaststar-Masturbation à la "Sieben Zwerge" zu verkommen ("hey Kalkofe, du machst nen Film? Geil, kann ich da auch ne halbe Minute auftreten?"), aber da mit Ausnahme von Roberto Blanco und Hella von Sinnen eigentlich nur gute Leute auftreten (sehr geil: das Kinski-Double) und insbesondere "Stromberg" Herbst und Frau Pauli den Film wirklich bereichern, kann man darüber noch mit einem zuckenden Auge hinwegsehen.
Fazit: Relativ hohe Trefferquote bei den Gags plus ein oder zwei wirkliche Volltreffer. Unterhaltsam.
7 von 10 Punkte
Stellenweise gerät der Film in Gefahr, zur bloßen Gaststar-Masturbation à la "Sieben Zwerge" zu verkommen ("hey Kalkofe, du machst nen Film? Geil, kann ich da auch ne halbe Minute auftreten?"), aber da mit Ausnahme von Roberto Blanco und Hella von Sinnen eigentlich nur gute Leute auftreten (sehr geil: das Kinski-Double) und insbesondere "Stromberg" Herbst und Frau Pauli den Film wirklich bereichern, kann man darüber noch mit einem zuckenden Auge hinwegsehen.
Fazit: Relativ hohe Trefferquote bei den Gags plus ein oder zwei wirkliche Volltreffer. Unterhaltsam.
7 von 10 Punkte
Dienstag, August 14, 2007
A. Burgess: A Clockwork Orange
Die Geschichte kennt sicher jeder aus dem hervorragenden Film, also hier die Frage: Wie gut ist das Buch?
Wie alle Dystopien ist auch A Clockwork Orange heute noch aktuell, und so lohnt sich das Buch schon aufgrund seiner Grundfrage "Ist es ethisch gesehen besser, einen Menschen zu zwingen, gut zu sein, oder ihn aus eigenem Antrieb böse sein zu lassen" in Zeiten von BILD-Forderungen wie "Zwangskastration für Vergewaltiger".
Das Buch ist im Original relativ umständlich zu lesen, da es eine künstliche "Jugendsprache" verwendet, die dem Slawischen entstammt und sehr großzügig verwendet wird. Man verliert zwar zu keinem Zeitpunkt die Übersicht, aber richtig flüssig liest sich das Buch zu keinem Zeitpunkt. Keine Ahnung, wie es bei der Übersetzung aussieht. Darüber hinaus bietet das Buch außer der großartigen Grundidee vom technischen her eher Durchschnittskost.
Sagen wir mal 7,5 von 10 Punkte. Kann man lesen, aber der Film tut's auch.
Wie alle Dystopien ist auch A Clockwork Orange heute noch aktuell, und so lohnt sich das Buch schon aufgrund seiner Grundfrage "Ist es ethisch gesehen besser, einen Menschen zu zwingen, gut zu sein, oder ihn aus eigenem Antrieb böse sein zu lassen" in Zeiten von BILD-Forderungen wie "Zwangskastration für Vergewaltiger".
Das Buch ist im Original relativ umständlich zu lesen, da es eine künstliche "Jugendsprache" verwendet, die dem Slawischen entstammt und sehr großzügig verwendet wird. Man verliert zwar zu keinem Zeitpunkt die Übersicht, aber richtig flüssig liest sich das Buch zu keinem Zeitpunkt. Keine Ahnung, wie es bei der Übersetzung aussieht. Darüber hinaus bietet das Buch außer der großartigen Grundidee vom technischen her eher Durchschnittskost.
Sagen wir mal 7,5 von 10 Punkte. Kann man lesen, aber der Film tut's auch.
Sonntag, August 12, 2007
Death Proof
Der gute alte Herr Tarantino: Wie immer eine absolute Bank, und man hat sogar das Gefühl, als wären die hin und wieder auftretenden Längen als Kontrast beabsichtigt.
9 von 10 Punkte
9 von 10 Punkte
Sonntag, Juli 22, 2007
Donnerstag, Juli 19, 2007
B. Bryson: The Life and Times of The Thunderbolt Kid
Bei einem Streifzug durch den erstaunlich gut sortierten Bahnhofsbücherladen auf dem Ulmer Hauptbahnhof ist mir dieses Büchlein in die Hand gefallen. Nun ja, von Bryson hatte ich natürlich schon gehört, und dadurch, dass das Buch fest auf den nostalgischen Nerv drückt (US-amerikanische Kindheit in den Goldenen 50er Jahren) und ich ohnehin ein großer Fan dieser Zeit bin, gab es für mich natürlich kein Entrinnen.
Und so ist das Buch dann auch ein durchaus unterhaltsamer Streifzug durch den turbulenten und manisch-fortschrittlichen Nachkriegsaufschwung in den USA; niemals wirklich tiefschürfend (außer in zwei Kapiteln, in denen zum einen die eher düsteren Nebeneffekte der Wissenschaftsbegeisterung wie die zahlreichen Atomtests und zum anderen die Kubakrise angesprochen werden, und genau in diesen Punkten wirkt das Buch dann leider ein wenig zu überambitioniert und "Moore"-isch), aber stets mit einem charmant-wehmütigen Lächeln. Bryson versucht gar nicht erst, Nebensächlichkeiten wegzulassen, nein, er erhebt sie sogar zum Stilmittel. Ob man das in der Form haben will muss man natürlich für sich selbst entscheiden, ich zumindest war mit dem Buch gut bedient.
7 von 10 Punkte
Und so ist das Buch dann auch ein durchaus unterhaltsamer Streifzug durch den turbulenten und manisch-fortschrittlichen Nachkriegsaufschwung in den USA; niemals wirklich tiefschürfend (außer in zwei Kapiteln, in denen zum einen die eher düsteren Nebeneffekte der Wissenschaftsbegeisterung wie die zahlreichen Atomtests und zum anderen die Kubakrise angesprochen werden, und genau in diesen Punkten wirkt das Buch dann leider ein wenig zu überambitioniert und "Moore"-isch), aber stets mit einem charmant-wehmütigen Lächeln. Bryson versucht gar nicht erst, Nebensächlichkeiten wegzulassen, nein, er erhebt sie sogar zum Stilmittel. Ob man das in der Form haben will muss man natürlich für sich selbst entscheiden, ich zumindest war mit dem Buch gut bedient.
7 von 10 Punkte
Donnerstag, Juli 12, 2007
Donnie Brasco
Mafiafilmlein mit Pacino und Depp, basierend auf einer wahren Begebenheit, was den Film wohl auch so vorhersehbar und letztendlich überflüssig macht. Nette ruhige Unterhaltung für nen lauen Nachmittag, aber nicht wirklich abendfüllend.
5 von 10 Punkte
5 von 10 Punkte
Montag, Juli 09, 2007
Sonntag, Juli 08, 2007
Babel
Soso, ein philosophischer Film also. Na, mal schaun.
Der Film behandelt drei tragische Ereignisse an komplett verschiedenen Orten (San Diego, Marokko, Japan), die über kleinste Aktionen miteinander verbunden sind. Schmetterlingseffekt quasi.
Die einzelnen Handlungsstränge sind auch recht gut gemacht, aber ich frage mich allen Ernstes: Wo ist der Sinn? Warum prügelt mich der Filmmacher mit so einer Überdosis an menschlichem Leid? Um mir zu zeigen, dass das Leben auf der Welt manchmal fies ist? Na sowas, wusste ich gar nicht. Um mich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten zu verblüffen? Ne, Leid darstellen ist nicht so arg schwer. Also nur um ein kleines "hoppla"-Erlebnis in Hinsicht auf den Schmetterlingseffekt hervorzurufen?
Dann muss ich sagen: Danke, aber nein danke. Der Film erinnert mich stellenweise an Teilnehmer von Poetry Slams oder an Studenten in Anzügen: Er wäre gern so viel mehr als er wirklich ist, und er lässt sich auch nicht erklären, dass er am Ende des Tages irgendwie doch den Schuss nicht gehört hat.
4 von 10 Punkte.
Der Film behandelt drei tragische Ereignisse an komplett verschiedenen Orten (San Diego, Marokko, Japan), die über kleinste Aktionen miteinander verbunden sind. Schmetterlingseffekt quasi.
Die einzelnen Handlungsstränge sind auch recht gut gemacht, aber ich frage mich allen Ernstes: Wo ist der Sinn? Warum prügelt mich der Filmmacher mit so einer Überdosis an menschlichem Leid? Um mir zu zeigen, dass das Leben auf der Welt manchmal fies ist? Na sowas, wusste ich gar nicht. Um mich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten zu verblüffen? Ne, Leid darstellen ist nicht so arg schwer. Also nur um ein kleines "hoppla"-Erlebnis in Hinsicht auf den Schmetterlingseffekt hervorzurufen?
Dann muss ich sagen: Danke, aber nein danke. Der Film erinnert mich stellenweise an Teilnehmer von Poetry Slams oder an Studenten in Anzügen: Er wäre gern so viel mehr als er wirklich ist, und er lässt sich auch nicht erklären, dass er am Ende des Tages irgendwie doch den Schuss nicht gehört hat.
4 von 10 Punkte.
Dienstag, Juli 03, 2007
I. Schulze: 33 Augenblicke des Glücks
"Schon in seinem Debüt von 1995 weiß Ingo Schulze zu begeistern. Es enthält traumhaft schöne, zum Teil höchst fantastische Geschichten aus Sankt Petersburg. Jede dieser kurzen Geschichten ist ein "Augenblick des Glücks". Die Stadt an der Newa ist die fabelhafte Kulisse für Schulzes mit Witz und voller Poesie erzählte Fantasiestücke, die manchmal an den Romantiker E.T.A. Hoffmann erinnern, aber auch von der russischen Literatur inspiriert sind."
So fabuliert eine höchst entrückte Leserin in ihrer Amazon-Rezension über das hervorragende Buch "33 Augenblicke des Glücks" von I. Schulze.
Hört sich interessant an; schade nur, dass ich offenbar eine andere Ausgabe als die gute Frau gelesen habe, zumindest ist mir nach der fünften uninspirierten und belanglosen Geschichte die Lust an diesem Buch vergangen.
Versteht mich nicht falsch, wahrscheinlich enthält jede einzelne der Geschichten eine absolut wahre und sinnliche Aussage und unschätzbare Gefühle und ich finde sie nur nicht. Nur geht es mir hier wie mit einem nuschelnden Gesprächspartner: Nach dem fünften Mal "sprich bitte ein bisschen deutlicher" vergeht mir die Lust an dem Gespräch.
Unbestritten eignet sich das Buch jedoch als erstklassiges Masturbatorium für Literaturfeinschmecker (Bibliothek der SZ!), die bei gemeinsamen Rezensionen bei einem Glas Kräutertee mal wieder so richtig genüßlich mit der Zunge schnalzen wollen.
Keine Bewertung, da abgebrochen.
So fabuliert eine höchst entrückte Leserin in ihrer Amazon-Rezension über das hervorragende Buch "33 Augenblicke des Glücks" von I. Schulze.
Hört sich interessant an; schade nur, dass ich offenbar eine andere Ausgabe als die gute Frau gelesen habe, zumindest ist mir nach der fünften uninspirierten und belanglosen Geschichte die Lust an diesem Buch vergangen.
Versteht mich nicht falsch, wahrscheinlich enthält jede einzelne der Geschichten eine absolut wahre und sinnliche Aussage und unschätzbare Gefühle und ich finde sie nur nicht. Nur geht es mir hier wie mit einem nuschelnden Gesprächspartner: Nach dem fünften Mal "sprich bitte ein bisschen deutlicher" vergeht mir die Lust an dem Gespräch.
Unbestritten eignet sich das Buch jedoch als erstklassiges Masturbatorium für Literaturfeinschmecker (Bibliothek der SZ!), die bei gemeinsamen Rezensionen bei einem Glas Kräutertee mal wieder so richtig genüßlich mit der Zunge schnalzen wollen.
Keine Bewertung, da abgebrochen.
Samstag, Juni 30, 2007
Hot Fuzz
Zweitling der "Shaun of the Dead"-Macher. Sehr empfehlenswerte Cop-Film-Parodie, aber ich will hier nichts vorwegnehmen, um den Spaß am Film nicht zu trüben. Anschaun!
8 von 10 Punkte
8 von 10 Punkte
Just another Freitag
Auf allgemeinen Wunsch mal wieder ein paar Bilder eines ganz normalen Freitags:

Matthi konnte es schon zu Beginn nicht mehr mit ansehen. Aber es sollte noch besser kommen.

Naja, net unbedingt BESSER, aber definitiv ANDERS sollte es werden.

Schon relativ früh wurde nach Art der alten Wikinger der beidhändige Kampf geprobt...

...und der Tisch füllte sich langsam aber sicher auch pflichtbewusst mit den Leichen besiegter Feinde.
Und dann geschah es: Übermütig durch die leichten Erfolge lies sich F.H. aus LA an der Isar dazu hinreißen, die Wirtin zu verhöhnen:

"Ha, mach sie ruhig ZWEIMAL so stark!"

Eingeweihte wussten, was jetzt kommen würde... Kerstin war leider noch nie so gut mit Zahlen.

Und so ging es nach dem Genuss einiger durch ein paar Tropfen Cola kosmetisch dunkel gefärbter Gläser Rum mit Zitronensaft und der obligatorischen Casino-Mit-Dem-Telefonhörer-Verprügel-Szene

direkt lustig-beschwingt weiter.

Also eigentlich mehr zum Schreien als richtig lustig.

Huch, da ist mir doch glatt der Boden von dem Bier weggebrochen. Übermäßig schweres Bier, Materialermüdung oder doch nur wieder grober Unfug? Wer weiß.

Naja, die restlichen Bilder kommentieren sich ja eigentlich ganz gut selber.

Oder?

Schon, gell.
Matthi konnte es schon zu Beginn nicht mehr mit ansehen. Aber es sollte noch besser kommen.
Naja, net unbedingt BESSER, aber definitiv ANDERS sollte es werden.
Schon relativ früh wurde nach Art der alten Wikinger der beidhändige Kampf geprobt...
...und der Tisch füllte sich langsam aber sicher auch pflichtbewusst mit den Leichen besiegter Feinde.
Und dann geschah es: Übermütig durch die leichten Erfolge lies sich F.H. aus LA an der Isar dazu hinreißen, die Wirtin zu verhöhnen:
"Ha, mach sie ruhig ZWEIMAL so stark!"
Eingeweihte wussten, was jetzt kommen würde... Kerstin war leider noch nie so gut mit Zahlen.
Und so ging es nach dem Genuss einiger durch ein paar Tropfen Cola kosmetisch dunkel gefärbter Gläser Rum mit Zitronensaft und der obligatorischen Casino-Mit-Dem-Telefonhörer-Verprügel-Szene
direkt lustig-beschwingt weiter.
Also eigentlich mehr zum Schreien als richtig lustig.
Huch, da ist mir doch glatt der Boden von dem Bier weggebrochen. Übermäßig schweres Bier, Materialermüdung oder doch nur wieder grober Unfug? Wer weiß.
Naja, die restlichen Bilder kommentieren sich ja eigentlich ganz gut selber.
Oder?
Schon, gell.
Player One: 64
Keinen Bock, das hier nochmal zu tippen oder auch nur mit C&P rüberzuholen, also hier der Link zu meiner Amazon-Rezi:
http://www.amazon.de/64-Player-One/dp/3833402156/ref=pd_bbs_1/028-1921268-7939766?ie=UTF8&s=books&qid=1183199153&sr=8-1
Die musste da hin, damit die offenbar vom Autor selber verfasste begeisterte einzige Rezension zum Buch nicht noch mehr unbedarfte Nostalgie-Fuzzis wie mich anzieht.
Ah ja, die Wertung noch. 2 von 10 Punkte, aber wirklich einzig und allein für die Grundidee.
http://www.amazon.de/64-Player-One/dp/3833402156/ref=pd_bbs_1/028-1921268-7939766?ie=UTF8&s=books&qid=1183199153&sr=8-1
Die musste da hin, damit die offenbar vom Autor selber verfasste begeisterte einzige Rezension zum Buch nicht noch mehr unbedarfte Nostalgie-Fuzzis wie mich anzieht.
Ah ja, die Wertung noch. 2 von 10 Punkte, aber wirklich einzig und allein für die Grundidee.
B. Elton: Chart Throb
Ich muss zugeben, dass ich für den guten alten Ben Elton schon immer einen Platz in meinem Herzen reserviert hatte, mal abgesehen von seinen eher mageren Erstwerken in Romanform ("Stark"); Elton gehört außerdem neben Auster zu meinen "meistverschenkten" Büchern. Daher fand ich es auch sehr bedauerlich, dass seine letzten Bücher entweder zu gezwungen in den Gewässern eines Irvine Welsh wildern wollten ("Past Mortem") oder einfach nur gefährlich nah an der Grenze zur Belanglosigkeit dahinvegetierten ("The First Casualty"). Wo waren die superbissigen Realsatiren wie "Popcorn" oder "Dead Famous" geblieben?
Und meine Gebete wurden erhört. In "Chart Throb" nimmt sich Elton den "Talent"-Shows à la "Deutschland sucht den Superstar" an (Ja, liebe Kinder, das Schema "Jury aus 'Fachmann', 'originelle Person' und 'fieser aber lustiger Kerl'" hat nicht erst der liebe Herr Bohlen erfunden), und es zeigt sich, dass der zweifellos extrem talentierte Elton nur ein griffiges Thema braucht, um komplett zu explodieren.
Selten, ganz selten, habe ich ein Buch gelesen, das mich dermaßen unterhalten hat. Ben Elton zieht ein riesiges Aufgebot an unglaublichen Charakteren aus dem Hut, lässt sie den Prozess der Casting-Show von Anfang bis Ende durchschreiten, jongliert mit einem Bündel Handlungen und Nebenhandlungen und zeigt dabei beinahe nebenbei die Abgründe hinter diesem öffentlichen Auspeitschen künstlich hochgezüchteter Egos.
Ein Wort: grandios. Würde es dieses Buch schon auf Deutsch geben, ich würde wahrscheinlich wieder eine Verleih-Aktion wie mit Steppenwolf starten (Flo: Lies es endlich oder gib's zurück). So bleibt nur zu hoffen, dass eine Übersetzung baldmöglichst folgt.
10 von 10 Punkte. Keine Diskussionen; hey, sogar der Schluss ist halbwegs gut gelungen, und von sowas träumt man doch heute schon gar nicht mehr.
Und meine Gebete wurden erhört. In "Chart Throb" nimmt sich Elton den "Talent"-Shows à la "Deutschland sucht den Superstar" an (Ja, liebe Kinder, das Schema "Jury aus 'Fachmann', 'originelle Person' und 'fieser aber lustiger Kerl'" hat nicht erst der liebe Herr Bohlen erfunden), und es zeigt sich, dass der zweifellos extrem talentierte Elton nur ein griffiges Thema braucht, um komplett zu explodieren.
Selten, ganz selten, habe ich ein Buch gelesen, das mich dermaßen unterhalten hat. Ben Elton zieht ein riesiges Aufgebot an unglaublichen Charakteren aus dem Hut, lässt sie den Prozess der Casting-Show von Anfang bis Ende durchschreiten, jongliert mit einem Bündel Handlungen und Nebenhandlungen und zeigt dabei beinahe nebenbei die Abgründe hinter diesem öffentlichen Auspeitschen künstlich hochgezüchteter Egos.
Ein Wort: grandios. Würde es dieses Buch schon auf Deutsch geben, ich würde wahrscheinlich wieder eine Verleih-Aktion wie mit Steppenwolf starten (Flo: Lies es endlich oder gib's zurück). So bleibt nur zu hoffen, dass eine Übersetzung baldmöglichst folgt.
10 von 10 Punkte. Keine Diskussionen; hey, sogar der Schluss ist halbwegs gut gelungen, und von sowas träumt man doch heute schon gar nicht mehr.
Donnerstag, Juni 14, 2007
S. Lenz: Deutschstunde
"Deutschstunde" ist ein passender Titel für dieses Buch, das die meisten wohl entweder aus dem Deutschunterricht oder eben gar nicht kennen. Naja, Bibliothek der SZ macht es möglich: Ich kenn's nun auch, und das unabhängig von der Schule.
Nachkriegsliteratur ist ein sehr heikles Thema für mich... sicherlich war sie zu ihrer Zeit wichtig, um das Thema in der Öffentlichkeit, aber mehr noch für die Schrifsteller persönlich zu behandeln. Und so war ich auch lange Zeit der Meinung, dass das Verfassen von Nachkriegsliteratur zwar sicher wichtig und wertvoll, das Lesen aber absolut unnötig ist. Und dieser Ansicht bin ich auch heute noch zum Großteil.
Sehr grob umrissen geht es in "Deutschstunde" um fanatische Pflichterfüllung und blinden Gehorsam, jedoch bietet das handwerklich übrigens phantastisch gestaltete Buch noch weitere Ebenen. Der Traum eines jeden Deutschlehrers: Verschiedene Handlungsstränge, klar definierte Charaktere, Bezüge zum Zeitgeschehen... alles bietet sich förmlich für eine Zerklaubung und Zerkauung an.
Stilistisch und auch vom Handlungsort (norddeutsche Küste) ähnelt das Buch der "Danziger Trilogie" von Grass, dem Juwel, das der Künstler vor seinem Abdriften in aufgesetzten Hypersymbolismus der Welt geschenkt hat. "Deutschstunde" überrascht mit einer sehr flüssigen Schreibe, sanften humoristischen Einladen und einer trotz des relativ wuchtigen Umfangs des Buchs doch recht gestrafften Handlung.
Empfehlenswert? Für den Leser von heute wohl nur noch bedingt. Wer jedoch die Zeit und Muse mitbringt, sich durch die rund 500 Seiten zu fressen, und dabei ohne großes Kino auskommen kann, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
7 von 10 Punkte
Nachkriegsliteratur ist ein sehr heikles Thema für mich... sicherlich war sie zu ihrer Zeit wichtig, um das Thema in der Öffentlichkeit, aber mehr noch für die Schrifsteller persönlich zu behandeln. Und so war ich auch lange Zeit der Meinung, dass das Verfassen von Nachkriegsliteratur zwar sicher wichtig und wertvoll, das Lesen aber absolut unnötig ist. Und dieser Ansicht bin ich auch heute noch zum Großteil.
Sehr grob umrissen geht es in "Deutschstunde" um fanatische Pflichterfüllung und blinden Gehorsam, jedoch bietet das handwerklich übrigens phantastisch gestaltete Buch noch weitere Ebenen. Der Traum eines jeden Deutschlehrers: Verschiedene Handlungsstränge, klar definierte Charaktere, Bezüge zum Zeitgeschehen... alles bietet sich förmlich für eine Zerklaubung und Zerkauung an.
Stilistisch und auch vom Handlungsort (norddeutsche Küste) ähnelt das Buch der "Danziger Trilogie" von Grass, dem Juwel, das der Künstler vor seinem Abdriften in aufgesetzten Hypersymbolismus der Welt geschenkt hat. "Deutschstunde" überrascht mit einer sehr flüssigen Schreibe, sanften humoristischen Einladen und einer trotz des relativ wuchtigen Umfangs des Buchs doch recht gestrafften Handlung.
Empfehlenswert? Für den Leser von heute wohl nur noch bedingt. Wer jedoch die Zeit und Muse mitbringt, sich durch die rund 500 Seiten zu fressen, und dabei ohne großes Kino auskommen kann, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
7 von 10 Punkte
Donnerstag, Juni 07, 2007
Casablanca
Ein Klassiker? Muss man gesehen haben? Ich schau dir in die Augen, Kleines?
Erstaunlicherweise überzeugt der Film tatsächlich auch heute noch auf ganzer Linie. Wo Romantik-Schmonzetten heutzutage größtenteils eineinhalb Stunden seichtes Wohlfühlgesabber bieten, liefert Casablanca bissige, teilweise in Anti-Nazi-Propaganda abdriftende und handwerklich absolut überzeugende Kinokunst.
Der Film "stimmt" einfach an allen Ecken und Enden, mit hervorragendem Tempo und herrlich unverkrampft.
9 von 10 Punkte, und mehr werde ich mein Leben lang für keine Romanze mehr vergeben. Garantiert.
Erstaunlicherweise überzeugt der Film tatsächlich auch heute noch auf ganzer Linie. Wo Romantik-Schmonzetten heutzutage größtenteils eineinhalb Stunden seichtes Wohlfühlgesabber bieten, liefert Casablanca bissige, teilweise in Anti-Nazi-Propaganda abdriftende und handwerklich absolut überzeugende Kinokunst.
Der Film "stimmt" einfach an allen Ecken und Enden, mit hervorragendem Tempo und herrlich unverkrampft.
9 von 10 Punkte, und mehr werde ich mein Leben lang für keine Romanze mehr vergeben. Garantiert.
Mittwoch, Juni 06, 2007
Fluch der Karibik 3
Der dritte Teil bietet so ziemlich genau dasselbe wie der zweite: rund 150 Minuten gute bis hervorragende Einzelszenen, die manchmal, aber nicht immer, durch einen hauchdünnen roten Faden verbunden sind.
Schauspielerische Leistungen sind Mangelware, werden aber für den Film auch gar nicht groß benötigt. Einzig Depp, der einzige wirkliche Schauspieler im Film, ist mit Leib und Seele bei der Sache, aber für einen Charakter wie Sparrow braucht's halt auch keinen wirklichen schauspielerischen Kraftakt. Die beiden stets akkurat geschminkten Bloom und Silikonlippchen Knightley werden hingegen sogar vom äußerst unterhaltsamen Affen an die Wand gespielt.
Der Soundtrack ist noch recht gut, ja.
Lohnt der Film also? Ich würde sagen ja, allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass der Begriff "Story" mit diesem Machwerk nur im allerentferntesten zu tun hat. Mir persönlich sind keine Längen aufgefallen, und ich fühlte mich über die gesamte Länge des Films gut unterhalten; außerdem ist der Schluss wahrlich fulminant und enthält zudem die wohl beste Hochzeit der jüngeren Filmgeschichte. Allerdings leidet der Film unter dem von mir definierten Syndrom "Entendusche", sprich: Er gleitet vom Zuschauer ab wie Wasser von einer Ente. Auch wenn man gut unterhalten war, kann man sich schon ein paar Stunden später kaum mehr an Einzelheiten erinnern.
Ich würde mal sagen 7 von 10 Punkte, weil ich im Innersten großer Piratenfan bin und die Erfolgszutaten Rum, Augenklappen und Affen vorhanden waren.
Schauspielerische Leistungen sind Mangelware, werden aber für den Film auch gar nicht groß benötigt. Einzig Depp, der einzige wirkliche Schauspieler im Film, ist mit Leib und Seele bei der Sache, aber für einen Charakter wie Sparrow braucht's halt auch keinen wirklichen schauspielerischen Kraftakt. Die beiden stets akkurat geschminkten Bloom und Silikonlippchen Knightley werden hingegen sogar vom äußerst unterhaltsamen Affen an die Wand gespielt.
Der Soundtrack ist noch recht gut, ja.
Lohnt der Film also? Ich würde sagen ja, allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass der Begriff "Story" mit diesem Machwerk nur im allerentferntesten zu tun hat. Mir persönlich sind keine Längen aufgefallen, und ich fühlte mich über die gesamte Länge des Films gut unterhalten; außerdem ist der Schluss wahrlich fulminant und enthält zudem die wohl beste Hochzeit der jüngeren Filmgeschichte. Allerdings leidet der Film unter dem von mir definierten Syndrom "Entendusche", sprich: Er gleitet vom Zuschauer ab wie Wasser von einer Ente. Auch wenn man gut unterhalten war, kann man sich schon ein paar Stunden später kaum mehr an Einzelheiten erinnern.
Ich würde mal sagen 7 von 10 Punkte, weil ich im Innersten großer Piratenfan bin und die Erfolgszutaten Rum, Augenklappen und Affen vorhanden waren.
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