Banner

Banner

Sonntag, April 27, 2008

Helge Schneider: Eine Liebe im Sechsachteltakt

Himmel Arsch und Wolkenbruch. Wer nach dem unterhaltsamen "Globus Dei" und den abstrusten Krimigeschichten von Helge Schneider eine herrlich depperte Persiflage auf Telenovela, Pilcher und Co erwartet, erlebt mit "Eine Liebe im Sechsachteltakt" eine mehr als mittelschwere Katastrophe. Das Buch bestätigt allein eines: Helge Schneider ist wirklich nicht vorhersehbar.
Und so kommt es wie es kommen muss: Das Buch ist gar nicht lustig. Es ist tatsächlich ein Schicksals-Groschenroman, der nur stellenweise einen Lacher erlaubt und am Schluss zwar ein wenig bizarr wird, aber halt nur auf den letzten paar Seiten und halt auch irgendwie nur weil das vom Herrn Schneider halt so erwartet wird.

Abscheulich. 1 von 10 Punkte.

Samstag, April 19, 2008

Irvine Welsh: If you liked school, you'll love work

So, fertig. Und was ich bisher über einige der Kurzgeschichten geschrieben hatte trifft auch auf den Großteil des Buches zu: Nett geschrieben, aber alles in allem ein bisschen zu zahnlos für Herrn Welsh. Erst in der letzten Geschichte (zu 50 % wieder im dreckigsten Schottisch verfasst), die gleichzeitig die längste des Buches ist, erwacht er ein bisschen, aber auch eher versöhnlich.
Braucht die Welt einen zahmen Welsh? Oder reicht da ein Hornby völlig aus?

7 von 10 Punkte.

Donnerstag, März 27, 2008

J. Eugenides: Middlesex

Der gute Herr Eugenides, was konnte man über ihn und sein neues Buch nicht alles hören!

Mal schaun: Pulitzerpreis? Gerne. Eine Geschichte, die sich über mehrere Generationen einer Familie hinzieht? Immer doch. Spielt größtenteils im Amerika der 30er bis 70er Jahre? Her damit!
Wie... es geht um einen Hermaphroditen? Einen Zwitter? Öh.

Aber irgendwann bin ich dann doch mal um das Thema rumgekommen, und siehe da, es hat sich gelohnt. Eugenides ist vom Schreibstil her eng an Irving in seiner groß angelegten, mitunter abschweifenden Erzählweise und seinen verqueren Charakteren (die einem anders als die von Irving jedoch nie so sehr ans Herz wachsen; wohl auch, weil er sie zum einen nicht so liebevoll ausarbeitet und er zum anderen kein so grausames Spiel mit ihnen treibt); nennt man mittlerweile ja offenbar den "amerikanischen Stil". Mir soll's recht sein, solange der Mann sein Handwerk beherrscht, und das tut er.

So bleibt eine Erzählung, bei der die Zweigeschlechtlichkeit des Hauptdarstellers primär mehr auf metaphysischer als auf körperlicher Ebene eine Rolle spielt (nein, der Satz ist nirgends abgeschrieben, ich wollte so nen selbstverliebten Blödsatz auch mal selber bauen), wodurch eventuell anfangs befürchtete "Ekelhaftigkeiten" komplett außen vor bleiben.

Empfehlenswert, aber nicht unbedingt absolut umwerfend. 8 von 10 Punkte.

Freitag, Februar 29, 2008

Never Too Loud

NEVER TOO LOUD! Yeah, Danko baby!

Selten so einen passenden Albentitel gesehen. So laut kann man die Scheibe nämlich gar nicht aufdrehen, dass einem die pappige Produktion nicht die Tränen in die Augen treibt. Gitarre und Gesang glänzend in der Vordergrund gemischt, keine Frage und auch kaum verwunderlich. Aber wo ist der intensive Bass, der Evergreens wie "Lovercall" so glänzen lässt? Und vor allem: Ist das ein Schlagzeug im Hintergrund oder wirft jemand Wattestäbchen gegen eine Leinwand?

Besonders nach der traumhaft gemischten "Sleep is the enemy" ist die Produktion arg enttäuschend. Zumal die Songs an sich ja weniger druckvoll sind und so die Rückendeckung gut hätten vertragen können.

Sonntag, Februar 17, 2008

Ratatouille

Disney nach Schema F, technisch beeindruckend umgesetzt, aber so innovativ und seelenlos wie mein großer Zeh.

5 von 10

Freitag, Februar 01, 2008

Irvine Welsh, If You Liked School, You'll Love Work

Die zweite und gleichzeitig die Titelgeschichte von Welshs aktueller Kurzgeschichtensammlung. Nett, aber irgendwie traurig, dass Welsh mittlerweile fast schon harmlos geworden ist. Irgendwie fehlt einem die psychopatische Drecksau-Atmosphäre von "Filth" oder "Trainspotting".
Sicher gut geschrieben, aber weder großartig überraschend oder besonders einfallsreich.

5 von 10 Punkte

Sonntag, Januar 20, 2008

Das Bourne Ultimatum

Na sowas... der dritte Teil der Serie bietet zwar immer noch die bewährte James-Bond-Formel aus makelloser Action, hanebüchener Story (inklusive ständiger Weltreise) und bösen hässlichen alten CIA-Männern, aber diesmal wirkt alles ein bisschen runder und kompakter als noch in den ersten beiden Filmen. Ich bin sogar ein wenig begeistert.

8 von 10 Punkte.

Samstag, Januar 19, 2008

Prestige

Wow, was für ein unerwartet guter Film. Dass ich von Christian Bale immer wieder beeindruck bin muss ich wohl nicht erwähnen, aber auch Wolverine-Darsteller und Vollzeit-Schönling Hugh Jackman schlägt sich wacker. Dazu noch ein hervorragendes Drehbuch (Buchumsetzung) um Zauberkünstler und ihre Obsessionen, und raus kommt ein wirklich vorzüglicher kleiner Film. Einzig Mme Johansson stolpert wieder einmal relativ planlos in der Gegend herumschmachtend ihrem chirurgisch verbesserten Körper nach, aber dafür ist sie ja wohl auch da.

Fein fein. 9 von 10 Punkte.

Samstag, Januar 12, 2008

Simpsons: Der Film

Also was soll man hierzu eigentlich noch groß schreiben? Quasi eine extralange Simpsons-Folge mit so ziemlich allem, was man erwartet. Qualitätsmäßig oberer Durchschnitt mit einigen wirklichen Treffern, aber auch reichlichen Rohrkrepierern. Was mich persönlich genervt hat waren die pseudo-anzüglichen Zotereien, die für mich nicht wirklich zu den Simpsons gehören, sondern eher auf die American-Pie-Kundschaft abzielen.

7 von 10 Punkte

Montag, Januar 07, 2008

Samstag, Januar 05, 2008

Neu und verbessert Teil 1



...und am Montag geht's weiter.

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Privatversichert kicks ass!

Und ich dachte immer, das seien alles nur Gerüchte... bis ich das Funkeln in den Augen meiner Hautärztin gesehen habe, als sie festgestellt hat, dass ich Privatpatient bin.

"Machen wir doch zur Sicherheit noch einen Allergietest".

Ergebnis negativ, "die Rötung kommt dann wohl vom Stress, tragen Sie dies und jenes täglich auf, danke für Ihren Besuch". 10 Minuten Untersuchung plus Small-Talk und ne halbe Stunde Allergietest durch eine Sprechstundenhilfe.

Heute die Rechnung bekommen. 580 Euro.

Jesus Christus.

Samstag, Dezember 15, 2007

American Splendor

Filmische Biographie über Harvey Pekar, einen knarzig-depressiven US-amerikanischen Underground-Comic-Schreiber.

Hübscher kleiner Understatement-Film ohne große Böllerschläge, mit Herzblut gespielt und geschickt in Szene gesetzt. Einfach sympathisch.

7 von 10 Punkte.

Sonntag, Dezember 09, 2007

Tanz der Vampire

Alte Filme werden oft zu Klassikern. Casablanca zum Beispiel. Andere Filme sind einfach alte Filme die nicht viel taugen und das auch offen zugeben. Willow zum Beispiel. Aber wirklich schlimm sind Filme, die nix können, aber von vielen Leuten als "Kult" gehandelt werden. Top Gun. Dirty Dancing. Oder eben auch Tanz der Vampire.

1 Punkt für den depperten alten Vampirjäger. 1 Punkt für vereinzelte Lacher. Macht zwei Punkte für einen Film, der sich definitiv überlebt hat.
Muss man nicht gesehen haben. Wirklich nicht.

2 von 10 Punkte.

Irvine Welsh, Rattlesnakes

Ah, endlich mal wieder Kurzgeschichten von Herrn Welsh. Die Sammlung nennt sich "If you liked school, you'll love work" und geht mit "Rattlesnakes" schon mal ganz nett los.

Klapperschlange beißt. Und was ist wohl die bescheuertste Stelle, wo man von einer Schlange gebissen werden kann, so mit Schnitte reinmachen und Gift raussagen? Bingo.
Also wieder mehr der alte Welsh, nachdem er mit "The bedroom secrets of the master chefs" ja schon arg zahm geworden ist. Mal schaun was der Rest so bietet, "Rattlesnakes" ist auf jeden Fall solide Welsh-Kost ohne große Überraschungen oder gar Anspruch. Weit weg vom schonunglosen Welsh zu "Filth"-Zeiten, aber nett lesbar.

6 von 10 Punkte.

Donnerstag, Dezember 06, 2007

Cormac McCarthy: The Road

Ein international mit Lorbeeren überschütteter Schriftsteller. Ein viel gerühmtes Buch. Was kann da schon schiefgehen?

Eigentlich nur ein fataler Fall von Autor-Leser-Inkompatibilität. Bäng.

Das Leben im postapokalyptischen Amerika ist also Kacke, ok. Sehr schön auch in den Leser gehämmert durch die enorm reduzierte Sprache des Autors. Nur entzieht sich mir leider, welchen Genuss es mir bereiten soll, auf beinahe der kompletten Länge des Buches das Leiden von Vater und Sohn auf drastische Weise geschildert zu bekommen? Klar, die "schönen" Momente des Buchs und die immer wieder aufblitzenden Akte der Menschenliebe durch den Jungen stellen so einen deutlichen Kontrast in dieser trostlosen Welt dar. Großes Kino. Und so fucking innovativ.

Mag sein dass ich einfach nicht in der Stimmung war für depressive Beschreibungen von zwei Überlebenden in einer hoffnungslosen Welt. Vielleicht muss man auch einfach älter sein, um das Buch richtig schätzen zu können. Oder Literaturprofessor.

4 von 10 Punkte

Montag, Dezember 03, 2007

Altlasten

Sommernachtstrauma

Nach einer langen Nacht
(es hat tierisch geschäumt)
hat es "Bumm" gemacht:
Ich hab von Schiller geträumt.
In seiner Stadt im Orient
erschien er mir im Unterhemd
und lallte tierisch laut;
Im Traum, da trat er an mein Bett
und ich, ich bat ihn auch noch nett
dasselbe zu unterlassen;
Dann pfiff er eine Melodei
es war das Lied vom weißen Hai
und da ist's klar geworden:
kein Traum, nein, bittre Wirklichkeit!
Auch war's kein Dichter, blitzgescheit.
Nein, mit ner leeren Dose
stand der besoffene Hose


(Relikte unserer Weimar-Fahrt mit dem Deutsch-LK)

Samstag, Dezember 01, 2007

Hulk

Ja ficken. Da holt man sich zwei HD-DVDs mit Superheldenverfilmungen, und nach dem grottigen Superman Returns (siehe unten) schießt der abgrundtiefe Hulk echt den Vogel ab.

Mal im Ernst, wer sich tatsächlich mehr als ne Stunde durch die ätzende Melange aus nervenden weil selbstverliebten Blendeneffekten, hölzernen Schauspielern, tonnenweise stumpfem Gelabere und depperten Actionsequenzen quälen kann zahlt auch gern mal nen Hunni für SM-Spiele bei der Domina. Also nicht dass ich das verurteilen würde, und das Geld ist sicher auch besser angelegt als bei dem Film hier.

Himmel hilf. 2 von 10 Punkte.

Samstag, November 17, 2007

Superman Returns

Himmel Arsch, was kann ich mich über solche Filme aufregen. Mordsmäßige Posen umgeben von Special Effects zum Säue füttern gepaart mit unabgebrachtem Größenwahn und absoluter Ideenlosigkeit.
Und das alles in HD. Grandios.
Die mit Abstand schlechteste der modernen Comic-Neuauflagen. Und das beinhaltet X-Men.

3 von 10 Punkte.

Donnerstag, November 08, 2007

WG-PARTY!

Die jugendfreien Bilder der letzten WG-Frauke-Geburtstags-Party (die leider relativ unspektakulär sind) findet Ihr im StudiVZ. Die sind's echt nicht wert, hier hochgeladen zu werden.

Aber wer weiß, vielleicht rückt ja noch jemand der anderen bei der Party Anwesenden mit Bildern raus.