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Samstag, Dezember 04, 2010

Tag 4

4. Dezember. Nachts, wenn die kleinen Babys schlafen.




Verführerische Nachtelfe: Oh Islamo! Endlich habe ich den Mann meiner Träume gefunden ... du kannst dir nicht vorstellen, wie lange man suchen muss, bis man jemanden findet, der alle Erfolge in World of Warcraft freigeschaltet hat und gleichzeitig so umwerfend aussieht wie du! Nimm mich! /em öffnet langsam ihre




Erpelator: Islamo! Islaaaamoooo!




Sie hassen dich, Islamo. Sie gönnen dir nichts. Sie geben dir nicht mal einen Computer, Islamo. Wie lange warst du schon nicht mehr online? Dein Server vermisst dich, Islamo. Verbringe deine Zeit nicht als Knecht dieser beiden Spinner. Komm zu mir. Tritt meiner Truppe bei. Ich biete dir 30 Denare. Und was noch wichtiger ist ...




Ich biete dir Macht. Du willst bei diesen beiden Idioten tatsächlich den Release von Cataclysm verpennen? Von mir aus. Aber ich biete dir deine eigene Computerstation PLUS Cataclysm einen Tag VOR dem Release.
Folge deinem Herzen, Islamo. Du weißt, dass du zu mir gehörst. Komm, komm zu mir. Und schau unterwegs beim Adventskalender vorbei.




Islamo eSportico: Huh! WTF! Was für ein wirrer Traum! Aber die Ente hat recht. Ich werde hier massiv unterdrückt. So ohne Internet. Auf zum Erpelator!!! =)




Und das Zeug hier kommt mit.




Verdammich. Ganz schön weit oben :/ Aber ich wäre nicht ISLAMO ESPORTICO, wenn ich das nicht schaffen würde! *lach*




*Schnauf* MUSS ... ES ... SCHAFFEN ...




AU! MEIN KOPF!!! Hoffentlich hat mein Schaden kein Gehirn genommen :/




Und raus mit dir!

(Eine weite und gefährliche Reise durch geheime Tunnelsysteme später)




Hm. Irgendwie sieht mein neues geheimes Lager verdächtig nach dem Unterschlupf von Jackson und Hulkin aus. Nur anders beleuchtet. Und enger.




Erpelator: Willkommen in der Duckcave, Islamo. Fühl dich wie zuhause. Pack doch mal deine Adventsüberraschung aus.

Islamo
: Meine Überraschung? Meine ganz eigene?? Nice!!! =o) Ich mag dich viel lieber als die anderen beiden Blödmänner.




Wie geiiiil! Mein erster eigener Gefolgsmann! Ein Tank! Eine Bestie! Eine Killer...




WHACK

Islamo: WTF! o.O




Erpelator: Nicht streiten, Kinder. Es gibt später noch genug Prügeleien für alle.

Islamo: Er hat mir den Kopf nach hinten geschlagen! OMG!!!

Schwarzer Ritter: ...

Islamo: Warum hast du das getan? WARUM??? :.(

Schwarzer Ritter: Der Krieg braucht keinen Grund. Und jetzt räum die Bude auf, kleiner Mann. Und nachher machst du mir was zu essen.




Islamo: Ganz toll. Da bekommt man EINMAL das Adventsgeschenk, und was zieht man raus? Einen psychopathischen Schläger.

Schwarzer Ritter: Hör auf zu heulen, du Memme, und räum gefälligst schneller auf.

Islamo: Versuch du mal aufzuräumen, wenn dein Kopf nach hinten schaut :((

Schwarzer Ritter: Bwahaha!


Währenddessen im Unterschlupf


Hexe Hulkin: Wie befürchtet, auch der Adventskalender wurde ausgeraubt. Entweder hat sich Islamo mit allen Sachen aus dem Staub gemacht oder sein Entführer wusste zusätzlich, wo der Adventskalender steht.

Professor North Dakota Jackson: Islamo würde uns nie so hintergehen! Wir sind doch seine Familie! Außerdem hätte er nie seinen geliebten Ofen zurückgelassen. Du weißt doch, wie er an dem Ding hing. Sein Ein und Alles. Wahrscheinlich haben Erpelators Schergen ihn entführt!

Hulkin: Auf jeden Fall hocken wir jetzt nach vier Tagen wieder mit leeren Händen da. Abgesehen vom Ofen natürlich.

Jackson: Positiv denken, positiv denken, positiv denken!

Freitag, Dezember 03, 2010

Tag 3

3. Dezember




Professor North Dakota Jackson: Wie zum Teufel bist du da hochgekommen?

Hexe Hulkin: Wozu habe ich deiner Meinung nach den Besen? Zum Kehren? Männer!

Jackson: Bof!

Hulkin: Boeuf?

Jackson: Nein, bof. Was gibt's heute hinter dem Türchen? Wieder einen Plastiksack?

Hulkin: 100 Punkte. Lass uns das Ding in unseren Unterschlupf bringen.

Jackson: Wir haben einen Unterschlupf? Warum wurde das bisher nicht erwähnt?

Hulkin: Jetzt komm mir bloß nicht mit Logik. Die Gesetze der Rationalität werden bis zum 24. Dezember noch so manchen herben Schlag hinnehmen müssen.




Hulkin: Dann sehen wir uns die Ausbeute für heute mal an. Zum einen hätten wir da ein Schild.

Islamo eSportico: NEED!

Jackson: EinEN Schild. Da es sich offensichtlich nicht um ein Verkehrsschild handelt.

Hulkin: Keiner mag Klugscheißer. Also gut, dann hätten wir da einEN Schild.

Islamo: NEED!

Jackson: Der Schild gehört ja wohl definitiv zum Schwert. Also her damit.




Hulkin: Außerdem schenkt uns der dritte Dezember einen Speer. Richtig so? Oder muss es "ein Speer" heißen? Herr Oberlehrer?

Islamo: NEED!!

Jackson: Nein, "Speer" ist ebenso wie "Schild" maskulin. Und da ich im Raum die einzige maskuline Person bin, sollte dieser Speer mein Arsenal um eine Wurfwaffe erweitern.




Islamo: WTF? Wo bist du bitte maskulinischer als ich?

Jackson: "Der" Professor". "Das" Kind. Du bist ein Neutrum. Und auch wenn sie Haare auf den Zähnen und grünliche Haut hat, ist "die" Hexe weiblich.

Hulkin: An deiner Stelle würde ein wenig vom Gas gehen. Immerhin weiß ich, wo du schläfst und deinen Sekundenkleber aufbewahrst.

Islamo: o.O Ich bin kein Kind! Ich habe einen Bart! Und Haare auf der Brust!!!

Jackson: Soll ich mal mit nem feuchten Schwamm vorbeikommen? Na? Was sagt dein "Bart" zu einem kleinen Rubbeltest?

Islamo
: FU! >P

Hulkin: Irgendwie blicke ich teilweise immer noch nicht ganz durch, was du uns sagen willst, Islamo.

Jackson: Egal jetzt, streitet euch nicht. Den Speer bekomme ich, und weiter geht's. Was war noch drin?




Hulkin: Eine Hellebarde.

Islamo: NEEEEEED!!!!

Jackson: Interessant. Sehr beeindruckend.

Hulkin: Könntest du eventuell aufhören, mir mit deiner Lupe auf den Busen zu starren und dich stattdessen auf die Hellebarde konzentrieren?

Jackson (errötet): Ich muss doch sehr bitten. Das war nie meine Absicht.

Hulkin: Höchste Zeit, dass bald mal eine Frau aus dem Adventskalender schlüpft. Ich war lange genug allein mit euch primitiven Bestien.

Islamo: LOLZ xD

Jackson: Deine Anschuldigungen sind absolut unangebracht. Ich bin zum einen Wissenschaftler und somit frei jeglicher fleischlicher Gelüste und zum anderen mit der Rettung der Welt beschäftigt. Wozu ich eben jene Hellebarde benötige.

Hulkin: Von mir aus. Passt auch bestens zu deinem Ständer.

Jackson (errötet): Wie bitte??




Hulkin: Das letzte Teil aus dem dritten Türchen.

Jackson: Ah. Ich, äh, verstehe. Ein Waffenständer. Wie überaus passend. Zu meinen drei neuen Ausrüstungsgegenständen.

Islamo: Hallo? Hallooo? Warum bekommt der alles und ich überhaupt nichts?

Hulkin: Weil du schon zwei Hämmer hast. Und jetzt rüber an den Ofen mit dir, das Essen kocht sich nicht von alleine.




Hulkin: Mit deinem neuen Ständer bist du ja jetzt bestens bestückt.

Jackson: Kannst du bitte mit den anzüglichen Bemerkungen aufhören?

Hulkin: Wie bitte? Anzüglich? Nimm mal bitte dein Gehirn aus der Gosse.

Islamo (murmelt in seine Gugel): Gehirn ... welches Gehirn, alter Giersack.

Jackson: Islamo? Ich höre, wie gemurmelt wird, aber ich höre nicht, wie gekocht wird!




Islamo (murmelt in seine Gugel): Oh, keine Angst, Ihr beiden ... hier wird gekocht. Und zwar ganz gewaltig. Grml.

Donnerstag, Dezember 02, 2010

Tag 2

2. Dezember




Hexe Hulkin: Und? Und?

Professor North Dakota Jackson: Wieder ein Plastiksack. Mit Teilen darin.

Hulkin: Dann mal runter damit. Wir können nicht den ganzen Tag damit verbringen, dir beim Cliffhanger-Spielen zuzusehen. Immerhin haben wir einen Superschurken zu besiegen und so. Außerdem steht das Essen auf dem Herd.

Jackson: Wir haben keinen Herd.

Hulkin: Selbst wenn wir einen hätten, ich würde ihn nicht verwenden. Als Wicca von Welt verwende ich ausschließlich Kessel. Über Lagerfeuern. Aus biologisch angebautem Holz.




Jackson: Na das sieht ja nach einem lustigen Kerl aus. Deutlich mehr Teile als Islamo gestern. Darf ich ihn zusammenbauen?

Hulkin: Klar, mach dich ruhig auch mal nützlich.




Hulkin: Soviel zum Thema "nützlich machen".

Jackson: Wieso? Sieht mir nach einer mächtigen Kampfmaschine aus. Schau nur, wie es die Flammen aus den Hörnern schießen! Und wie es mit seinem Säbel droht! Ich werde es SCIMITARIUS nennen!

Hulkin: Au Backe. Fällt dir auf, dass SCIMITARIUS außer rumstehen und Flammen-aus-den-Hörnern-schießen herzlich wenig macht? Das kann so nicht stimmen. Islamo! Zeig mal dem handwerklich versehrten Onkel, wie sowas geht.




Islamo eSportico: War ganz einfach ^^

Jackson: Sieh an, ein Ofen für Hulkin.

Hulkin: Ich koche nicht auf Öfen. Schon gar nicht für Männer.

Jackson: Dann geht der Ofen an Islamo. Ich hoffe, dass man da, wo du herkommst, gut kochen kann. Ich habe nämlich einen irrsinnigen Kohldampf.

Islamo: Lol? Ein Ofen?? Ihr habt mir einen Computer versprochen!!! Ich war seit Tagen nicht mehr online!!!!

Jackson: Und dann ist da noch ein Schwert. Samt Amboss zum Drauflegen.

Islamo: NEED!

Hulkin: Du hast schon den Ofen bekommen. Da ich als Wicca dem Schwert abgeschworen habe und mein Besen ohnehin gefährlich genug ist, geht das Schwert an Jackson.

Islamo: WTF??!!




Hulkin: Komm mal wieder runter, Islamo. Immerhin haben Jackson und ich den Auftrag direkt von Gott erhalten. Und der, zu dem Gott direkt spricht, gibt den Ton an.

Islamo: Zu mir hat er aber auch gesprochen! Echt!

Hulkin: Das könnte ja jeder sagen. Ab mit dir in die Küche, wir bringen den Ofen gleich rüber.




Islamo (murmelt in seine Gugel): GRML!

Mittwoch, Dezember 01, 2010

Tag 1

1. Dezember




Hexe Hulkin: Schau nur, Jackson! Das Türchen mit der Nummer 1 hat sich geöffnet! Ganz von alleine!

Professor North Dakota Jackson: Ich vermute eher, dass jemand eine effektivere Möglichkeit zum Öffnen gefunden hat als wir. Zumindest sieht das Türchen ziemlich lädiert aus.

Hulkin: Was ist das da drin? Ein Sack? Pack mal mit an, das Ding holen wir raus!




Jackson: OH MEIN GOTT! EIN LEICHENSACK! VOLLER LEICHENTEILE! WIR SIND MITTEN IN EIN GRAUENHAFTES VERBRECHEN GESTOLPERT!

Stimme aus dem Sack: LOL CAPZ!!!

Hulkin: Äh, North Dakota ... du hast nicht den Hauch einer Ahnung, wo die Legofiguren herkommen, oder?

Jackson (errötet): Du meinst die Sache mit den Legobienen und den Legoblumen?

Hulkin: Nein, das ist doch nur eine Geschichte, die man den Kindern in der Schule erzählt. In Wahrheit kommen die Legofiguren aus ... dem Karton. Oder in diesem Fall aus der Tüte. Und zwar in Einzelteilen.

Jackson: Das ist ja schrecklich.

Stimme aus dem Sack: Labert da draußen mal nicht rum >( Holt mich lieber raus!!! Ich kriege keine LUFT!!!

Hulkin: Komm Jackson, ich zeige dir mal, wie man sich als Hebamme nützlich macht.




Jackson: Unser erster Soldat im Kampf gegen Erpelator! Und er ist schwer bewaffnet mit zwei Hämmern! HÖR ZU, GOLEM! DEIN NAME SOLL "JOHN HENRY" LAUTEN!

John Henry: ROFLCOPTER! Mein Name ist Islamo eSportico, du NAP!

Hulkin: Hört sich ausländisch an. Also nicht nur der Name. Welche Sprache ist das?

Jackson: Fabelhaft. Unser erster Gefolgsmann, und gleich ein Ausländer. Den sollten wir im Auge behalten, der führt sicher was im Schilde. Man weiß ja nie, und außerdem. Man hört ja so manches zur Zeit.




Islamo eSportico: Also ey! Sowas muss ich mir nicht anhören, klar Mann??!! Auf meinem Server kennt mich jeder. Das sind zwei Streitkolben des bitteren Todes, Alter! Du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie uber ich bin! Also, kann ich bei euch mitmachen. Oder was!!!

Hulkin: Ich denke ja. Mangels Alternativen. Gegen Erpelator brauchen wir jede Hilfe, die wir kriegen können.

Islamo: Nice =) Wo steht der PC ^^

Hinweis an alle Neubesucher, die unvorbereitet über einen Link oder den hinterhältig platzierten WoW-Gegenstand weiter oben hier hereingestolpert sind: Die Geschichte beginnt hier

Montag, November 29, 2010

Deus Ex Face Electrica

28. November, 23:55 Uhr




Gott: Erwache, Hexe Hulkin! Ich bin's, Gott, dein Gott! Du kennst mich sicher aus Büchern wie "Die Bibel", "Die Bibel Reloaded: Das Neue Testament" und "Licht der Welt: Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit. Ein Gespräch mit Peter Seewald".




Hexe Hulkin: Ja ja, ich bin schon wach! Du kannst das Licht wieder ausmachen!

Gott: Du hast einen Auftrag, Hexe Hulkin. Säume nicht.

Hulkin: Lass mich raten ... Jerusalem mit Schwert und Flamme von den Heiden säubern? Deutschland vor dem Islam retten? Oder einfach nur für neue Kirchen sammeln gehen?

Gott: Ach was. Solche Aufträge deligiere ich über Petrus. Oder wer auch immer momentan sein Zeug erledigt. Die richtig wichtigen Aufträge vergebe ich persönlich.

Hulkin: Schieß los, Gott!

Gott: Momentchen. Erstmal ...

Hexe Hulkin verschwindet in einem hellen Lichtblitz




Gott: Erwache, Professor North Dakota Jackson! Ich bin's, Gott, dein Gott! Du kennst mich sicher aus Büchern wie "Die Bibel", "Die Bibel Reloaded: Das Neue Testament" und "Licht der Welt: Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit. Ein Gespräch mit Peter Seewald".

Professor North Dakota Jackson: Bevor wir die Leser jetzt unnötig langweilen, könnten wir so tun, als hätte ich oben mitgehört, okay?

Gott: In Ordnung. Leute zu langweilen gehört absolut nicht zu meinen Absichten.

Professor North Dakota Jackson verschwindet in einem hellen Lichtblitz

Hexe Hulkin und Professor North Dakota Jackson erscheinen in einem hellen Lichtblitz




Gott: Höret! Eure Aufgabe soll es sein, den Antichristen aufzuhalten, der in Form eines Erpels auf die Erde niedergefahren ist. Oder hochgefahren. Ihr wisst schon, was ich meine.

Hulkin: Oh. Ich hatte mich schon gewundert, was es mit dieser Ente auf sich hat. Das erklärt so manches.

Jackson: Antichrist. Und das so kurz vor Weihnachten.

Gott: Exakt, North Dakota Jackson! Und wenn Ihr es nicht schafft, den Erpelator bis zum 24. Dezember aufzuhalten, fällt Weihnachten dieses Jahr aus! Außerdem findet im Anschluss das Jüngste Gericht statt.

Hulkin: Weihnachten fällt aus!

Jackson: Das muss verhindert werden! Aber wie sollen wir das anstellen? Wir sind doch nur zu zweit, und Erpelator, nun ja, ist immerhin der Antichrist.

Gott: Hört nochmals. Ihr seid nicht allein. Ihr habt eine Armee von Unterstützern ... fanatischen, wackeren Unterstützern im Kampf gegen den Antichristen!




Hulkin: ... nichts für ungut, immerhin bist du ja Gott und so, aber ... bist du sicher, dass du da nicht eventuell was falsch verstanden hast?

Gott: Wieso? Diese frommen Kreuzritter tragen sogar das Zeichen meines ergebensten Dieners und ersten Papstes, Simon Petrus von Galiläa!

Hulkin: Das mag ja sein, aber ... zugegeben, der Denkfehler liegt nicht bei dir, Gott. Trotzdem sollten wir beim Kampf gegen den Antichristen vielleicht eher nicht auf diese Jungs zählen.

Gott: Jammerschade. Wo die doch so lustige Musik machen und so fesch angemalt und gekleidet sind.

Jackson: Jaja, jammerschade. Trotzdem brauchen wir Hilfe. Hast du alternative Unterstützung für uns?

Gott: Klar. Ich bin schließlich Gott.

Jackson: ... und?

Gott: Ich geb euch nen Tipp.




Gott: Stellt eure Armee Tag für Tag zusammen und bezwingt Erpelator vor Weihnachten.

Hulkin: Also vor dem 24.

Gott: Vor dem 25.! Ignorantes Pack. Falls Ihr versagt, fällt Weihnachten dieses Jahr ins Wasser. Und die Welt geht unter.

Hulkin: Weihnachten darf nicht ausfallen!

Jackson: Niemals!

Sonntag, November 14, 2010

Volkstrauertag

14. November, Sondermeldung.

"Wir unterbrechen das laufende Programm für eine Sondermeldung.

Heute Mittag wurden sämtliche Rundfunksignale der USA von einer Piratensendung einer kurzen Ansprache des Schwerverbrechers Erpelator unterbrochen.




In dieser Ansprache ließ Erpelator verlauten, dass er vorhabe, vor Ende des Jahres die gesamte Welt zu erobern. Er stellte keine weiteren Forderungen und gab auch keine Aufschlüsse bezüglich seiner Motivation.
Außerdem, so Erpelator, gelte für seinen Namen die usbekische Aussprache, nicht die englische. Wir können unsere Zuschauer dahingehend beruhigen, dass die usbekische Aussprache von 'Erpelator' identisch mit der deutschen ist.




Nach der kurzen Unterbrechung durch Erpelators Ankündigung wurde das US-amerikanische Fernsehprogramm wie gewohnt fortgesetzt. Wenige Stunden später war Präsident Obama zu einer Stellungname bereit.




'Erpelator? Dass ich nicht lache! Das US-amerikanische Volk wird sich keinen terroristischen Bedrohungen aus Schurkenstaaten beugen. Wenn wir weiterhin unter Gottes Leitung den uns vorherbestimmten Weg gehen, müssen wir nichts fürchten. Die USA sehen keinen Grund, die aktuellen Vorsichtsmaßnahmen zusätzlich zu verstärken. Allerdings wird bereits untersucht, ob Usbekistan allein die Schuld an diesem Erpelator trägt, oder ob vielleicht ein Land mit mehr Bodenschätzen dahintersteckt. God Bless America'

Hier die Ansprache des Superschurken Erpelator in voller Länge:





Wir halten Sie über weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Fürs Erste wünschen wir weiter gute Unterhaltung mit der Lindenstraße."




Hexe Hulkin: Die Prophezeiung! Sie hat sich bewahrheitet!
"und dann
wenn das deutsche Volk trauert
geht es rund"
Und niemand, der sich berufen fühlt, Erpelator aufzuhalten!
Alleine bin ich zu schwach ... auch mit Jackson und seinem Multifunktionsgerät zusammen habe ich keine Chance gegen einen Bösewicht von Erpelators Kaliber.
Aber vielleicht naht von irgendwo her ja göttliche Unterstützung? Und hoffentlich bald! Wenn die erste Unterstützung nicht in spätestens, sagen wir mal 17 Tagen, eintrifft, ist die Welt verloren!

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Samstag, November 13, 2010

Voodoomaniacs - Der Shop meiner Träume.

Ich mag Ketten. Das Problem ist, dass ich sie kaputtmache. Oft. Eigentlich so gut wie immer. Was mich aber nicht daran hindert, mir neue zu kaufen. Immer und immer wieder.

So auch eines schönen Septembermorgens, genauer gesagt am 14. September. Nach einigem Suchen auf den nett eingerichteten Onlineshop Voodoomaniacs gestoßen und zwei Ketten bestellt, eine davon mit Lieferdauer 2-4 Wochen. Aber halb so schlimm, dann wartet man eben ein wenig.

Und noch ein wenig.
Und noch ein wenig länger.

Meine am 13. Oktober geschickte E-Mail


Sehr geehrter Ansprechpartner,

Die Bestelldauer meiner Bestellung VMO20017 (vier Wochen) ist gestern abgelaufen. Leider habe ich bisher weder die Ware noch eine E-Mail über eine eventuelle Lieferverzögerung erhalten.

MfG, Christian Meier


wurde auch prompt beantwortet:

Hallo Christian,

der fehlende Artikel trifft in wenigen Tagen bei uns ein, die ungeplante Verzögerung bitten wir vielmals zu Entschuldigen.


Okay, ist ja kein Thema. Wartet man halt noch ein wenig.

Zwei Wochen später nochmal angefragt und wieder flott eine Antwort bekommen:

Hallo Christian,


die Lieferung des Herstellers ist unterwegs, wir erwarten sie praktisch jeden Tag und können uns die Verzögerung auch nicht erklären.

Wir 'forschen' bereits nach der Sendung und hoffen diese nun bald zu Erhalten, aktuell wissen wir jedoch noch nicht wo das Problem liegt (Verzögerung des Herstellers, Paketdienst…). Wir nehmen die Auslieferung sobald als uns möglich vor, solltest Du nicht länger warten wollen kannst Du selbstverständlich jederzeit stornieren und wir leiten die umgehende Rückzahlung ein.


Naja, kann ja mal passieren, nicht. Und siehe da, am 3.11. geht mein Päckchen auch tatsächlich auf Reise, und schon am Tag später kann ich meine beiden Ketten in Händen halten.

Problem: Eine der Ketten (http://www.voodoomaniacs.de/Alchemy-UL13/Alchemy-UL13-Kette-Death-Skull-Beads::20173.html) ist falsch aufgefädelt (links neben dem weißen zentralen Schädel fehlt eine Holzperle, sodass ein Metallschädel direkt am großen Schädel liegt. Sieht dämlich aus und sorgt dafür, dass der weiße Schädel ständig nach oben glotzt). Ärgerlich, muss ich wohl umtauschen.

Also wieder ne Mail Richtung Voodoomaniacs auf den Weg geschickt, gewartet, nix passiert. Ne Woche später nachgefragt und die Antwort erhalten, dass man mir schon vor einer Woche die Modalitäten zur Rückgabe zugeschickt habe. Verflixtes Internet, ständig gehen da E-Mails verloren. Langsam wurde mir ein wenig stutzig bei diesen Voodoos.
In erwähnten Bestimmungen fiel mir ein Passus ins Auge:

Bitte beachte das wir nur orginal verpackte, ungetragene Artikel zurücknehmen können.

Dummerweise musste ich die Kette aber auspacken, um den Fehler bemerken zu können. Das habe ich dann so auch mitgeteilt. Als Antwort gab es:

wir bitten um Verständnis das wir die Kette nur mit der orginal Verpackung von Alchemy zurücknehmen können da wir diese ja ansonsten nicht mehr als orginal verkaufen können.

Lustig. Die Kette ist kaputt, aber man braucht die OVP, um sie verkaufen zu können. Ah ja.

Nochmal nachgebohrt von mir:

Das Problem bei der Kette ist ja nicht, dass sie mir nicht gefällt, sondern dass sie quasi defekt ist und dass man das leider nicht gesehen hat, solange sie in der kleinen Plastikverpackung war. Ich will die Kette nicht umtauschen, weil sie mir nicht gefällt, sondern weil sie in der Form nicht tragbar ist.

Antwort Voodoomaniacs:

ja das ist uns klar, jedoch nimmt auch der Hersteller die Kette nur zurück sofern die orginal Verpackung vorhanden ist. Diese sollte man auch nicht entsorgen sofern man sich nicht absolut sicher ist das der Artikel behalten wird, gerade im Fall von Reklamationen sind Verpackungen zwingend erforderlich.

Was natürlich Bullshit ist ...


Das tut mir dann natürlich leid für ihren Shop. Leider entbindet Sie das nicht von der Rücknahmepflicht:


http://www.internetrecht-rostock.de/rueckgabe-originalverpackung.htm

MfG, Christian Meier


Das hat dann auch meinem werten Ansprechpartner der Voodoomaniacs eingeleuchtet:

das ist korrekt, wir werden Dir auch nach Rückerhalt und Prüfung der Ware den Kaufpreis erstatten, zukünftig jedoch stehen wir Dir für weitere Bestellungen nicht mehr zur Verfügung, wir bitten um Verständnis.

Uffa. Offenbar sind Kunden, die sich ungern durch vage Behauptungen verarschen lassen, bei Voodoomaniacs nicht gern gesehen.

Naja, ich habe mich dann noch nett verabschiedet

Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, warum Sie aus Trotz auf Kunden verzichten wollen und ihren ohnehin schon angeschlagenen Ruf im Internet (http://www.cuge.org/de/check.php?site=voodoomaniacs.de) noch zusätzlich ramponieren wollen, aber natürlich komme ich Ihrem Wunsch, künftig nichts mehr bei Ihnen zu bestellen, nach.

und die Antwort kam prompt:

ganz sicherlich hat dies rein gar nichts mit 'Trotz' zu tun sondern lediglich damit, das wir Wert auf Fairness legen und dies auch von unseren Kunden erwarten!

Vielen Dank auch für den Link, darüber konnten wir herzlich lachen ! Bezüglich unseres Rufes mach Dir also bitte keine Sorgen machen, dieser ist absolut einwandfrei.


Meine Antwort:

Fairness? Sorry, aber seinen Kunden zu erzählen, dass eine Rückgabe nur mit Originalverpackung möglich sei ist nicht nur unfair, sondern darüber hinaus auch widerrechtlich. Ich erkenne kein unfaires Verhalten meinerseits darin, dass ich auf meinem Recht bestehe, defekte Ware zurückzugeben.

Und schön, dass Sie über den Link lachen konnten ... auch wenn es nicht wirklich von Professionalität zeugt, über Kundenmeinungen zu lachen. Aber jeder soll sein Geschäft führen, wie er es für richtig hält, nicht wahr.



Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich die Kette tatsächlich zurückschicken soll ... höchstwahrscheinlich geht dann das Päckchen auf mysteriöse Weise verloren oder man stellt bei der Annahme fest, dass sie von mir mutwillig zerstört wurde.

In diesem Sinne: Schönes Angebot, grauenhafte Abwicklung.

Freitag, November 12, 2010

Nahendes Unheil, 3

12. November, Nachrichten




"Der gestern aus einem US-Staatsgefängnis ausgebrochene Schwerverbrecher Erpelator ist offenbar bereits wieder in Aktion getreten; er hat anders als ursprünglich angenommen das Land nicht verlassen, sondern scheint sich in Miami aufzuhalten. Darauf weisen mehrere Mordopfer hin, die heute morgen quer über die Stadt verteilt aufgefunden wurden ... und dies bezieht sich sowohl auf die Fundorte als auch über den Zustand der Leichen. Diese Form äußerster Brutalität weist eindeutig auf Erpelator hin.
Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald wir hierzu neue Informationen haben."


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Donnerstag, November 11, 2010

Nahendes Unheil, 2

11. November, Nachrichten




"Wie soeben bekanntgegeben wurde, ist der Schwerverbrecher Erpelator aus dem US-amerikanischen Bundesgefängnis Fox River State ausgebrochen, in dem er eine lebenslange Haftstrafe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit absaß.
Genauere Einzelheiten liegen uns nicht vor. Die US-Regierung geht davon aus, dass Erpelator versuchen wird, das Land zu verlassen, und hat die Sicherheitsstufe an allen Flughäfen entsprechend erhöht.
Weiter mit dem Wetter."





Hexe Hulkin: Irgendwas bahnt sich da an. Etwas Großes.


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Mittwoch, November 10, 2010

Nahendes Unheil, 1

10. November, Nachrichten




"Und hier noch eine kuriose Meldung zum Ende der Nachrichten: In der usbekischen Stadt Urgut fand heute eine Prozession der örtlichen Klöpplerweiber statt, bei der handgeklöppelte Bilder des weltbekannten Schwerverbrechers Erpelator durch die Straßen getragen wurden, begleitet von "H'rawatah kropenco fiportan!"-Sprechchören. Dies bedeutet soviel wie "Das Ende ist nah".
Erpelator sitzt seit Anfang des Jahres im US-amerikanischen Bundesgefängnis Fox River State eine lebenslange Haftstrafe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ab.
Weiter mit dem Wetter."





Professor North Dakota Jackson: Seltsam. Sehr seltsam.

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Freitag, November 05, 2010

"Die Bahn, dein Freund und ..." Moment, Frau Lübke, streichen sie das mit dem "Freund".

Hurra, ein Konzert in München! Leider bedeutet das auch mal wieder, dass die Deutsche Bahn mit knapp 30 Euro angefüttert werden darf.
Am Kartenautomaten überlege ich, warum ich mir eigentlich keine Rückfahrkarte kaufe ... würde immerhin einen Gang zum Automaten am nächsten Morgen ersparen, wenn die Zeit sowieso drängt.

Also Kaufvorgang abgebrochen und kurz nach Info umgeschaut, wie lange denn so eine Rückfahrkarte überhaupt gilt; wäre ja blöd, eine Karte zu kaufen, die am nächsten Tag überhaupt nicht mehr gültig ist. Nur findet sich dummerweise im gesamten Bahnhof (inklusive Schalterbereich) außer lustigen Werbungen und dem Hinweis, dass man nicht rauchen darf, keinerlei Information zu den Tarifen.
Aber kein Problem, man hat ja ein Handy mit Internetzugang. Hm. Auch unter bahn.de, Suchbegriff: Rückfahrt bzw. Rückfahrkarte: nix zu finden.

Dann mal schnell nen Schaffner gekrallt, der mir dann auch bestätigt, dass ich mit der Karte am nächsten Tag noch heimfahren könne. Hurra, Karte gekauft, Sache gegessen.

Naja, zumindest bis grad eben im Zug. Karte gereicht und mit sinkendem Mut das "Der Freitag fängt ja geil an, Alter!"-Funkeln im Auge des Schaffners beobachten müssen.

"Sie brauchen also noch eine Fahrkarte".

Keine Frage, keine Erklärung, kein gar nix. "Sie brauchen also noch eine Fahrkarte".

Jegliche Nachfragen und Erklärungsversuche meinerseits werden mit einem höhnischen Grinsen und dem immer und immer und immer wiederkehrenden Hinweis abgewiesen: "Wenn Sie sich beschweren möchten, mein Name ist Lübke, Dienststelle München". Da meine wiederholte Bitte, seinen Dienstausweis einsehen zu dürfen, jedoch lapidar abgeschmettert wird ("jetzt werden Sie mal nicht frech"), muss ich davon ausgehen, dass es sich hierbei lediglich um einen Codenamen handelt.

Um die Situation kurz zu rekapitulieren:

- Ich kaufe mir (nach Nachfrage bei einem DB-Angestellten) eine Rückfahrkarte Landshut-München. Diese Rückfahrkarte kostet exakt soviel wie zwei Einzelfahrkarten, ich habe mir also keinen Cent gespart
- Ich nutze die Rückfahrt rund 13 Stunden nach der Hinfahrt, muss dann aber eine neue Fahrkarte lösen, weil die alte ja nicht mehr gültig ist.

Das Zauberwort lautet: Kulanz. Mir ist ganz klar, dass Codename Lübke (Dienstelle München) wahrscheinlich im Recht war (auch wenn ich es immer noch nicht geschafft habe, mir die entsprechenden Tarifinformationen zu besorgen). Ebenso klar ist jedoch, dass ich in keinster Weise versucht habe, einen Vorteil für mich zu erschleichen. Die von Codename Lübke so schön als "angeblich" titulierte Aussage des Schaffners ("ja, damit können Sie auch morgen noch zurückfahren") mal außen vor gelassen habe ich für Hin- und Rückfahrt bezahlt. Hier darauf zu bestehen, dass die Bahn und damit Codename Lübke (Dienststelle München) im Recht ist, ist Korinthenkackerei und nicht wirklich kundenfreundlich (wobei ich ja versteckte Motive vermute ... hätte ich nicht genau gesehen, dass beide Hände von Codename Lübke damit beschäftigt waren, sein hochmodernes portables Ticketzentrum zu bedienen, hätte ich schwören können, dass mindestens eine Hand schwer in seiner Hosentasche beschäftigt gewesen wäre. Schon allein dem Gesichtsausdruck nach).

Mir ist klar, dass es scheiße ist, freitags so früh arbeiten zu müssen. Und mir ist ebenso klar, dass Langhaarige, die nach Bier riechen und keinen gültigen Fahrschein haben, in so einer Situation für bestimmte Gemüter sowas wie Ostern und Weihnachten zugleich sein muss. Allerdings habe ich bei der Bundeswehr gelernt, dass man, sobald man eine Uniform anzieht, die jeweilige Institution vertritt und sich auch entsprechend zu benehmen hat; natürlich ist mir klar, dass Codename Lübke nicht stellvertretend für alle Schaffner ist, aber genau solche Prinzipfickereien werfen ein ganz dreckiges Bild auf die Bahn, die bei Pendlern und Kurzstreckenreisen eh schon unglaublich ... wie sollen wir's nennen? Beliebt? ist.

Immerhin kann sich Codename Lübke sicher sein, dass nach der nahenden Sarazin'schen Revolution schon ein sicherer Arbeitsplatz auf ihn wartet ... vielleicht sogar mit Verantwortung für eine komplette Dienststelle (München) oder, mit etwas Übung, für einen ganzen Gau.

Sonntag, Oktober 24, 2010

Raab knows best

Ei guck! Der Raab hat eine männliche Lena aus dem Hut gezaubert, die er jetzt ebenso aufdringlich wie das "Original" pusht. Und das Lied hört sich sogar ähnlich wie "Satellite" an und macht im Refrain so schön "Dabdababdadab"!
Scheiße, ich will auch nen eigenen Werbesender (Raab -> PRO7), auf dem ich in diversen Formaten den potenziellen Kunden im Voraus sagen kann, wen sie gut finden sollen, damit sie nachher die Musik kaufen. Das perfekte Marketingkonzept, und auch wenn dadurch aus Scheiße kein Gold wird: Solange ich mit Scheiße Geld verdienen kann, ist mir das komplett wurscht. Well done, Raab.

Donnerstag, Oktober 21, 2010

Die Ankunft

21. Oktober, Griechenland



Professor North Dakota Jackson: (Diktiert in Multifunktionsgerät) Die Patina legt ein Alter von rund 4000 Jahren nahe. Die Tatsache, dass die Augen als runde Objekte dargestellt sind, die Wellen ausstrahlen, weist in Verbindung mit der Inschrift "AOE" für "ATA over Ethernet" darauf hin, dass wir es wohl mit einem frühen Netzwerkverteiler zu tun haben. Unter ..."

Puff! Die hedonistische Hexe Hulkin erscheint.




Hexe Hulkin: ES IST SOWEIT! DIE PROPHEZEIUNG HAT SICH ERFÜLLT!

Jackson: Caps.

Hulkin: Oh, tut mit leid. Wie schon gesagt, die Prophezeiung hat sich erfüllt. Als ich heute morgen aus dem Haus gehe, steht da ein gewaltiger Brocken aus undurchdringbarer Pappe.

Jackson: Und du bist dir sicher, dass der mit etwas mit der Prophezeiung zu tun hat?

Hulkin: Ähm, klar. Sonst würde es diesen Blogeintrag nicht geben.

Jackson: Argument. Ich schlage vor, wir sehen uns das mal an.




Jackson: Tatsächlich. Wirklich gewaltig. Und wirklich genau vor deinem blauen staubsaugerförmigen Haus.

Hulkin: Und noch dazu aus unzerstörbarer Pappe. Was auch immer da drin verborgen ist, es wird uns wohl auch weiterhin verborgen bleiben.

Jackson: Unzerstörbar? Ha! Nur gut, dass ich mein Multifunktionsgerät dabeihabe!

(Ungefähr 12 Sekunden später)



Hulkin: Unheilige Ursula! In dem Riesenpaket war eine photorealistische Simulation einer mittelalterlichen Burg!

Jackson: Die Illusion wird nur dadurch getrübt, dass irgend ein Scherzbold Zahlen darauf geschmiert hat. Aber sonst enorm überzeugend. Und jetzt?

Hulkin: Offenbar trauert das deutsche Volk noch nicht genug. Wir sollten ein andermal nochmal vorbeischaun.

Jackson: Gute Idee.


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Freitag, Oktober 15, 2010

Omen

15. Oktober 2010, an einer Alien-Absturzstelle tief im niederbayrischen Urwald




Professor North Dakota Jackson: (Diktiert in Multifunktionsgerät) Die Außenhülle scheint aus einem Kunststoff zu bestehen. Keine schweren Beschädigungen feststellbar. Das Ein-Mann-Raumschiff ist mit einem äußerst komfortablen Sitzbezug ausgestattet. Die vier Tragflächen sind mit schlampig angebrachten Zieraufklebern versehen. Auf einer ...

Mit einem gewaltigen Knall und einem Geruch irgendwo zwischen billigem Raumduft und Reinigungsbenzin erscheint die herrische Hexe Hulkin.

Hexe Hulkin: (Noch unsichtbar) Setz dich, Jackson, ich habe Neuigkeiten, die dich umwerfen werden.




Jackson: Also nochmal zum Mitschreiben (diktiert in Multifunktionsgerät): Alle Omen weisen darauf hin, dass in 30 Tagen höhere Mächte Ereignisse ins Rollen bringen, die das Angesicht der Welt, wie wir sie kennen, bis in die Grundfesten erschüttern werden? Habe ich das soweit richtig verstanden, Urinella?

Hulkin: Mein Name ist HULKIN! Wenn ich irgendwann mal herausbekomme, welcher Hanswurscht auf diesen bescheuerten Namen gekommen ist, werden Fetzen fliegen und Ärsche aufgerissen werden!
Und ja, genau so ist es. Wie es in den Büchern geschrieben steht:

Erst erobert ein Satellit Europa
dann übernimmt der ProChrist das Ruder
dann wird ein Krake zum Propheten
dann geht beim deutschen Kettensägenmassaker das Licht aus
dann wird der germanische Ballermann historisch
dann besucht der Mangojunge München erst im Herbst
und dann
wenn das deutsche Volk trauert
geht es rund


Jackson: Äh. Ja. Sicher, dass das IRGENDWAS zu sagen hat? Wie kommst du darauf, dass damit auch nur ansatzweise 2010 gemeint ist?

Hulkin: Vertrau mir, ich weiß, was ich tue. Ich bin Diplomhexe (FH). Und diese Omen sind eindeutig ...




Hulkin: IN DREISSIG TAGEN RAPPELTS IM KARTON!




Jackson: OMFG!



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Donnerstag, Juli 15, 2010

Dein Freund, Helfer und Aufhalter

Na sowas, mal wieder von der Polizei angehalten worden ... und immer genau derselbe Ablauf, von "Warum sind Sie nicht stehengeblieben, wir haben doch sogar gehupt" (Vielleicht weil ich beim Fahren nach vorne und nicht ständig in den Rückspiegel schaue und weil meine Musik lauter ist als eure Hupe) über "hatten Sie schonmal mit der Polizei zu tun" (bis auf diverse Fahrzeugkontrollen, die natürlich überhaupt nichts mit meinen Haaren zu tun haben ... nein) bis zum unvermeidlichen "wie sieht's mit Betäubungsmitteln aus?".
Und nach meiner Standardantwort "Ich bin Hauptmann der Reserve beim Bund, ich werde so oft getestet, dass das gar nicht lohnen würde" ist dann die Kontrolle ganz schnell wieder vorbei. Was total hirnissig ist, weil das überhaupt nix mit dem Thema zu tun hat. Aber wer Leute wegen ihren Haaren für drogensüchtige Verbrecher hält, ist auch beeindruckt von nichtssagenden Dienstgraden. QED.

Freitag, März 19, 2010

All hail the king



Die Beatles sind eine Popband. The Killers auch.
Blizzard macht MMORPGs. Sony Online Entertainment auch.
Helge Schneider tritt als Komiker auf. Mario Barth auch.
Und so ist China Tom Miéville Fantasy-Autor. Genau wie Wolfgang Hohlbein.

Ein Buch von Miéville lesen macht keinen Spaß. Mit anderen Büchern kann man sich ruhig mal mit einem Glas Wein und ein paar Käsehäppchen in die Couch kuscheln ... Miévilles Romane kuscheln nicht. Miéville ist der Anti-Tolkien: Wo man bei verschiedenen Teilen von Herr der Ringe gerne mal im Kopf die Einkaufsliste von nächster Woche durchgehen kann, muss man bei Miéville selbst beim aufmerksamen Lesen manche Sätze mehrmals wiederkäuen. Nicht (nur), weil die Satzkonstruktionen absichtlich sperrig gehalten sind und mit Vorliebe von drei passenden Wörtern das ungebräuchlichste gewählt wird, nein, Miéville schreibt einfach unglaublich komprimiert. Wo Tolkien ein (mittlerweile deutlich abgestandener) Jahrgangswein ist, ist Miéville mehrmals destillierter Schnaps. Jedes Wort sitzt genau da, wo es zu sitzen hat, und erfüllt exakt seinen Zweck. Einmal beim Lesen kurz im Geiste abgeschweift und zack, Ohrfeige. Tolkiens Bücher verzeihen Unkonzentriertheit wie ein netter alter Opa, Miévilles Werke sind wie ein gnadenloser, arroganter Schulmeister mit sausender Weidenrute.

Warum also liest man Miéville? Sicher nicht zur Entspannung. Miéville ist ein blitzgescheiter, vielseitig interessierter Autor, der den Leser dies auch durchgehend spüren lässt. Abgesehen von einer schier überbordenden Fantasie sind seine Werke durchzogen von politischen und philosophischen Motiven und daher um ein vielfaches vielschichtiger und interessanter als das Gros der Genre-Konkurrenz. Und Miéville weiß das; er hält seinen Stil und sein Tempo absichtlich anstrengend. Erklärt werden seine fantastischen Ideen und Kreationen maximal einmal, wenn überhaupt, und dann auch nur en passant. Seine Sprache hält er dabei bewusst vom Englisch des Alltags fern, um stets das Gefühl der Anderweltigkeit zu erhalten, wie auch der gute H. P. Lovecraft dies gern getan hat (wenn auch im Gegensatz zu seinem Erben im Geiste Miéville mit teilweise weniger beeindruckendem als vielmehr unabsichtlich komischem Effekt).

Miévilles Werke wollen erobert werden; wo andere Bücher sich dem Leser zuckersüß schmeichelnd zu Füßen liegen und sich quasi von selbst lesen, ist die Lektüre eines Miéville ein Kampf. Aber genau das macht seine Werke so unglaublich attraktiv.

Was ich mir für die Zukunft wünsche? Perdido Street Station als Hörbuch. Har. Har har har.

Donnerstag, Februar 25, 2010

Alex Wilkinson: The Happiest Man in the World



Poppa Neutrino has been a vagabond his whole life. He has improvised an existence far outside the boundaries of what most of us consider to be normality. He has been a successful street musician, a San Francisco beatnik, a raft man in the tradition of Thor Heyerdahl, and a football enthusiast who believes he has invented a foolproof offensive play. He may be right - we have to wait and see. Alec Wilkinson has spent the last few years of his life following the erratic trail and exploits of Poppa Neutrino and his band of followers (including three wives), partly because the story is so strange and partly because Wilkinson knew that in some ways we can all identify with this odd man out. The narrative builds towards the climactic plan for Poppa Neutrino's second major ocean voyage in a raft of his own manufacture, this time across the Pacific.

Mit hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen ... und am Ende war ich nicht wirklich angetan. Zu konstruiert der Charakter des Poppa Neutrino, zu widersprüchlich seine Freiheit von allem Materiellen mit seiner unglaublichen Detailbesessenheit.

Im Nachwort hieß es dann jedoch, der Autor danke "außer den im Buch erwähnten Personen" noch x und y und z.
Dies machte mich dann doch hellhörig, und tatsächlich:

http://en.wikipedia.org/wiki/Poppa_neutrino

Das Buch ... ist biographisch. Ja leck mich doch am ...
Tatsache, Poppa Neutrino gibt es tatsächlich. Schon allein deshalb sollte man sich möglicherweise doch an dieses Buch heranwagen, das zwar nicht durchgehend auf höchstem Niveau unterhält, aber Einblicke in das Wesen eines definitiv ungewöhnlichen Mannes bietet.

Montag, Februar 22, 2010

Studieren, was sonst?

Gerade bin ich auf studivz, der einerseits irgendwie studentischen, andererseits aber irgendwie erheblich beschränkten Community-Plattform, auf folgende interessante Gruppe gestoßen:

http://www.studivz.net/Groups/Overview/e464ed62f79dcbae

Natürlich ist mir klar, dass diese Gruppe wahrscheinlich als Witz gedacht ist. Har har, wasn Knaller. Und doch spricht die Gründerin L. H., Studentin an der Uni Wien (Interessen: "Musik, Konzerte, Feiern, Festivals, Arena, Nähen, Haare anders machen gg, Sushi (hmmmmm), generell Essen, Lesen usw.") aus, was sich wohl so mancher moderne Student denkt. Und was ein eher seltsames Licht auf so manchen modernen Studenten wirft.

Kleiner Diskurs: 2002 lag die Übertrittsquote Grundschule -> Gymnasium in Regensburg bei 39,9 Prozent. 2007 erreichte sie einen Stand von 50 Prozent, mittlerweile sind wir sogar noch ein Stück darüber bei rund 55 Prozent. Woran liegt das? Sind die Kinder durch bessere Ernährung und ein hocheffizientes Schulsystem in den letzten Jahren so enorm leistungsstärker und schlauer geworden? Mitnichten. Aber "wie jeder weiß" (aus verlässlichen Quellen wie Onkel Heinz, RTL und "überhaupt"), muss man ja heutzutage studiert haben, um überhaupt was zu reißen im Leben. Und deswegen muss das Kind aufs Gymnasium, koste es, was es wolle. Dank dem bewährten Prinzip des Bulimie-Lernens (vor der Prüfung reinzwängen, nach der Prüfung wieder raus mit dem ganzen unnützen Wissen) in Kombination mit Tonnen an "So kommt Ihr Kind aufs Gymnasium"-Ratgebern und einer Menge Nachhilfestunden kriegt man dann schließlich auch die Kinder aufs Gymnasium, denen Mama (oder das Kindermädchen) morgens noch "L" und "R" auf die Schuhkappen malen muss. Im schlimmsten Fall halt Privatschule.
Und nach dem Gymnasium? Na klar, studieren, Alter! (Ok, Männer müssen erstmal ne Runde Zivi schieben, nachdem sie hoch und heilig versprechen, dass sie vor lauter Counterstrike-Zocken panische Phobie vor Waffen haben und deswegen für den Militärdienst überhaupt nicht geeignet sind.) Und plötzlich sind die Unis überfüllt und man muss erstmal ne Runde protestieren, indem man facebook-Gruppen beitritt und den Demonstranten auf der Straße digital zujubelt. In der Zwischenzeit hat man ne Menge Zeit, sein Studentenleben zu genießen, während Mama (oder das Kindermädchen) die Studiengebühren, die Wohnung in München (natürlich Uninähe) und die Versicherung für das Auto (das es zum Abi gab) bezahlt. Aus dem Bub soll ja schließlich mal was werden.

Bei all dem Gift ist mir natürlich durchaus bewusst, dass es auch ganz andere Studenten gibt, die tatsächlich sowohl Begabung als auch Interesse für ein Studium mitbringen und sich das Studium im ungünstigsten Fall im Schweiße ihres Angesichts selbst finanzieren und erarbeiten müssen. Die fallen einem natürlich nicht auf, da sie logischerweise nicht die Zeit haben, stundenlang in studivz herumzuhängen und lustigen Gruppen beizutreten. So drängt sich dem unbeteiligten Beobachter das penetrante Bild von Studenten auf, deren Sprachgewohnheiten und Sinn für Ästhetik komplett MTV-isiert ist, für die Rechtschreibung und Grammatik faschistische Mittel zur Unterdrückung des freien Sprachhabitus sind ("versteht dohc auch so jeda, was ich meine!!!") und die in Vorlesungen die putzigsten Fragen stellen, weil sie jahrelang im Gymnasium pavlovisch darauf konditioniert wurden, dass Mitarbeit immer gut ist. Auch wenn man nur Unsinn sagt. Man muss halt reden. Und fragen.

Das Ergebnis sind dann Horden von Absolventen, die ihren Abschluss irgendwie irgendwo gemacht haben und der Meinung sind, die Arbeitswelt warte nur auf sie. Schön für die Unternehmen, die sich aus einem Wust von Bewerbern die Sahne herauspicken können, schlecht für die Absolventen, deren Talente dann doch eher im handwerklichen lagen und deren Studium am Ende für nichts anderes gut war, als eine zweistellige Anzahl von Semestern lang die Unis zu überfüllen.

Naja, was will man machen. Außer ein bisschen motzen. Und so schließe ich mit den Worten von Frau Hruda (Studienfach leider nicht zu ermitteln, da unter "Lehrveranstaltungen" auch nur Spaßeinträge zu finden sind. Die österreichischen Studenten sind aber auch was lustig!):

Da ackert man jeden Tag und jedes Wochenende und zahlt auch noch arsch-viel Geld, und was hat man davon?????

Und wie recht sie doch hat. Was hat man davon. Außer nen Arsch voll überschüssiger Fragezeichen.

Mittwoch, Februar 17, 2010

Carrie Ryan: The Forest of Hands and Teeth



Ein mit einigen kleinen Abstrichen enorm guter Debutroman mit höchst interessantem Setting (Romanze meets The Village meets 28 Days Later), das stellenweise an McCarthys The Road erinnert, gottlob aber ohne dessen abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit zu erreichen. Damit wäre die Empfehlungsquote von Fantasy Book Critic bei 2:2.
Es stimmt mich ein wenig traurig zu lesen, dass es bereits einen weiteren Roman in der Welt von The Forest of Hands and Teeth gibt (The Dead-Tossed Leaves), da das Buch bestens als abgeschlossene Geschichte funktioniert und seine Welt meiner Meinung nach erschöpfend behandelt wurde. Aber was will man machen, so funktioniert die Maschinerie halt nun mal.

Rundum empfehlenswert.

Samstag, Februar 13, 2010

Dr. Doug



Dass Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben ein traumhaft makaberes Meisterwerk ist, ist hinlänglich bekannt und soll hier auch nicht weiter erörtert werden.

Interessant ist, dass Kevin James, bekannt als Doug Heffernan aus King of Queens, offenbar sein gesamtes mimisches Repertoire von George C. Scott alias General Buck Turgidson entliehen hat. Ohne Witz: Der geneigte Leser sehe sich den Film an (was sich ohnehin lohnt); es gibt wohl keinen einzigen Doug-Gesichtsausdruck, der hier nicht präsentiert wird. Zumal Scott James in diesem Alter vom Gesicht her ohnehin relativ ähnlich sah.

Donnerstag, Februar 11, 2010

Alex Bell, Jasmyn



AB: "Hallo, mein Name ist Alex Bell. Ich bin eine schicke 23-jährige Engländerin und wäre gern Neil Gaiman."
CM: "Angenehm, mein Name ist Christian Meier. Ich bin ein gebrauchter mittelalter Niederbayer und wäre auch gern Neil Gaiman."
AB: "Ich bin schon weit rumgekommen. München, Schloss Neuschwanstein, Paris und das Eishotel in Schweden mag ich sehr."
CM: "Naja, weit rumgekommen bin ich nicht wirklich. Aber ich mag Landshut."
AB: "Und weil ich diese Orte so sehr mag und Neil Gaiman auch schreibe ich über diese Orte, wie Neil Gaiman es machen würde: Halbrealistisch, quasi die Realität einen guten Ruck Richtung Fantastik verschoben."
CM: "Jo, geht mir auch so. Ich bin bei meinem Buch schon auf Seite vier."
AB: "Mein viertes Buch wird nächstes Jahr veröffentlicht."
CM: "Toll."

Memo an selbst: Die unbedingten Empfehlungen von http://fantasybookcritic.blogspot.com/ nicht mehr für bare Münze nehmen.

Frau Bell versucht in ihrem Zweitlingswerk wie bereits erwähnt in die Fußstapfen von Neil Gaiman zu treten ... leider in die des harmlosen "Graveyard Book"-Gaiman, nicht in die des vintage Sandman-Gaiman. Man muss ihr zugute halten, dass sie darauf verzichtet, den Schreibstil von Gaiman zu kopieren; leider versäumt sie es, stattdessen einen eigenen zu entwickeln. Und so plätschert "Yasmin" im äußerst unspektakulären HHH-Stil (Hauptsatz-Hauptsatz-Hauptsatz) vor sich hin, ohne den Leser unnötig mit Fremdwörtern oder komplizierten Formulierungen zu fordern. Allgemein bleibt das Buch betont leserfreundlich, damit auch Oma und Jacqueline beim Lesen nicht über ihre Augen stolpern. Das Ergebnis: Ein nettes Buch. Nur: Wer braucht ein nettes Buch? Zumal die Fantasy-Komponenten, die Gaiman kunstfertig mit pointierten Pinselstrichen einsetzt, bei Alex Bell mit der groben Kelle draufgeklatscht wirken.

Das Buch hat keine großen Fehler, aber leider auch überhaupt nichts, für das ich es anspruchsvollen Lesern empfehlen würde.

Oder wie es Fantasy Book Critic so schön schreibt: "The writing style is absolutely great making the book a pleasure to read and a page turner end to end that I could not put down, while the descriptions of the various novel locations are excellent."

Naja, die Anforderungen an Bücher sind halt nunmal durchaus verschieden.

Mittwoch, Februar 10, 2010

Altes, neu ausgegraben

Mal ein paar alte Sachen ausgraben aus der Zeit, zu der ich mich noch zu poetischen Heldentaten berufen sah. Ist jetzt auch schon gut fünf Jahre her.

Unten bei den anderen, 140904

und so lege ich mich
zu den anderen Ameisen
ins zentimeterhohe Gras
ich rieche den Boden unter mir
lausche den Grillen
und lache über die Menschen
dort oben, wo der Tod wohnt

Montag, Februar 08, 2010

Deutschland sucht das Literatur-Genie

http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html

Kurz: Berliner Wunderteenie wird mit Debut zum Liebling der Rezensenten, vergisst aber irgendwie zu erwähnen, dass ihr Buch erheblich von einem Underground-Buch beeinflusst wurde und sie sogar Passagen aus diesem beinahe wörtlich übernommen hat.

Das mag jetzt zwar hart klingen, aber: Was soll das Mädchen denn bitte anderes machen? Wenn es eine Krankheit gibt, mit der wohl so ziemlich jeder moderne Teenager infiziert ist, dann doch wohl Morbus Superstar (im Volksmund auch "Maßlose Selbstüberschätzung in Verbindung mit zeitgleicher absoluter Absenz jeglichen Talentes"). Und diese Krankheit verlangt eben, dass man sein subjektiv als einzigartig wahrgenommenes Talent auch auf großer Bühne auslebt ... zumindest bis Herr Bohlen und die RTL-Zuschauer genug Spaß an einem gehabt haben.

Das Problem: Nicht jeder Teenager sieht gut genug aus für die Welt der glitzernden Sterne (oder ist dermaßen neben der Spur, dass Bohlen & co ihn zumindest für ein kurzes, unterhaltsames Schlachtfest missbrauchen können), und vor allem: Was macht man bitte als Teenie mit Realschulabschluss?

Eine Möglichkeit: Man biedert sich zuerst mit diversen Werken in der Berliner Szene an ("uh, so jung und schon so schriftstellerisch!", möglicherweise auch gekoppelt mit dem "sieht nicht gut aus, muss Talent haben", von dem eine Menge Schauspieler bestens leben) und klaut sich dann aus verschiedensten Quellen einen Roman so zusammen, dass er zu einer voll krass radikalen 16/17-Jährigen passt, immer schön am Rockzipfel einer ebenfalls voll krass radikalen C. Roche hängend, was das Vokabular und den Ausdruck angeht.

"Das ist ja kein Tagebuch oder ein aus Überdruck entstandener Bekenntnisroman. Es ist ein Experiment", sagt die Autorin.

Jau ... ein Experiment darin, wie dreist man sich heutzutage im unübersichtlichen Wust von Neuveröffentlichungen bei anderen Autoren bedienen darf, ohne dass es jemand merkt. Schlimm genug, dass heutzutage auf jeden Bestseller fünfhundertompfzig Plagiate folgen, aber die meisten Autoren dieser Machwerke halten wenigstens brav den Kopf unten und verzichten darauf, sich in der Öffentlichkeit als superoriginelle Jung-Genies feiern zu lassen.

Samstag, Februar 06, 2010

Arm dran

Schenk mir dein Herz
Ich werde für immer
Was?
Wie meinst du
Du kannst doch nicht
Gib mir deine Hand
Was heißt ich tue dir weh
Bleib doch ruhig
Ich will doch nur
Von mir aus auch deinen Arm
Oder ein Bein
Nein, das ist keine Axt
Metzgerbeil
Du weißt ja gar nichts
Hör auf zu schreien
Das geht rucki zucki
Jetzt halt doch mal still
Wie oft soll ich denn noch
Das tut dir mehr weh als mir
So
Was soll denn das Geschrei
Kannst ja gehen wenn es dir nicht passt
Ha ha
Hat schon Dickens gesagt
Liebe und Humor

Es muss nicht immer das Herz einer Frau sein
Wahre Liebe gibt sich auch mit weniger zufrieden
Und die Sauerei ist dieselbe.

Freitag, Februar 05, 2010

Der ganz normale Reggae-Rassismus

Fiese Überschrift, gell.
Wenn ich mir die halbwüchsigen Massen im Tam-Tam (für alle Auswärtigen: Reggae-Kneipe in Landshut, günstig gelegen und mit Kickerkasten ausgestattet. Gehört einem Freund, weshalb wir ab und an vorbeischauen, obwohl dort Reggae gespielt wird) so anschaue, wie sie so mit weltoffenem Blick, lustigen Mützen und halbhohen Hosen ihre wahlweise wohlfrisierten oder alternativ verflitzten Gymnasiastenköpfchen zum Reaggae-Takt wiegen (gibt es eigentlich einen zweiten Reggae-Takt? Oder echt nur einen?), stelle ich mir oft die Frage:
Wer ist eigentlich schlimmer von rassischen Vorurteilen geplagt? Der konservativ erzogene Bub vom Lande, dem "Neger" schon immer suspekt waren, schon allein weil der Opa ihnen nicht traute ("beim Führer gab's keine Neger!")? Oder der oben bereits erwähnte Multikulti-Hofberg-Checker, der alle Farbigen supercool und chillig findet und jeden Schwarzen am liebsten mit "Yo Mann alles klar, Alter!" und einer Umarmung begrüßen würde?
Dass das Resultat ein deutlich unterschiedliches ist muss nicht erwähnt werden; während ersterer leicht in fiesere Unzufriedenen-Kreise abrutschen kann ("Wer ist schuld dran, dass ich dumm und hässlich bin? Die Ausländer, ganz klar!"), was durchaus deutlich negative Auswirkungen auf unsere Mitbürger ausländischer Herkunft haben kann, habe ich bisher noch nichts davon gehört, dass ein Farbiger von Reggae-Fanbois zu Tode gekuschelt wurde.
Und doch ist es im Grund dasselbe Problem: So mancher bleichhäutige Dreadkopf würde sich wohl wundern, wie wenig Schwarze Wert darauf legen, von Wildfremden mit Handschlag und "Ey Mann, assklar" begrüßt zu werden (Tipp: Einfach mal die Börse besuchen und einen farbigen Börsenmakler ansprechen. Oder nach Wahl mal ein amerikanisches Ghetto besuchen. Sowas korrigiert vernebelte Weltanschauungen dann doch rapide).
Auch wenn das Bild, das diese Kiffkinder (ich scheue mich immer davor, solche Käseköpfe als "Reggae-Fans" zu bezeichnen) von Schwarzen haben, als eher positiv (nennen wir es "wohlwollend") zu bezeichnen ist, reduziert es Farbige doch auf die Rolle als ständig zugedröhnte Teddybären, die ständig gute Laune haben, kaum Englisch können und immer ganz dufte Musik machen. Und das ist dann im Endeffekt auch kaum besser als jedes andere Vorurteil, weil es den Menschen nicht als Individuum achtet, sondern ihm allein aufgrund seines Aussehens Eigenschaften zuordnet. Dass die Reaggae-Industrie durch das Fördern des oben erwähnten Bilds vom immer höchst entspannten farbigen Musiker ihren Teil dazu beiträgt steht auf einem anderen Blatt, aber diese gewollte Image-Stereotypisierung durch die Medien (siehe auch das Bild des Schwarzen im Rap) muss man ja nicht zwangsläufig fressen und absorbieren.
Im Endeffekt ist es egal, ob auf Hautfarbe basierende Vorurteile negativ oder positiv sind, es bleiben Vorurteile. Und Vorurteile machen immer Probleme.

Nekromantie!

So, mal die Schaufel ausgepackt und den Blog hier wieder ausgegraben. Die Spinnenweben weggeputzt und die Knochen samt Leichengewand ausgemistet, damit wieder Platz im Sarg ist.

Sonntag, September 07, 2008

Mötley Crüe: The Dirt

Autobiografie in interessantem Format: Jeder der Musiker plus einige Beteiligte geben in abwechselnden Artikeln ihre unterschiedlichen Standpunkte der Ereignisse wieder.

Finished "The Dirt" by Mötley Crüe yesterday. Highly entertaining, if a bit too superficially boisterous at times. Nicely written, or should I say re-written by their ghost author. Good read anyway. I'd give it 7 out of 10.